Mammadiagnostik

Vokabel der Woche: Mammographie

16. Juni 2020, 09:22 Uhr   |  medical design

Vokabel der Woche: Mammographie
© Pixabay

Die Mammographie ist eine radiologische Untersuchung der weiblichen Brust üblicherweise in zwei Ebenen.

In unserer Vokabel der Woche erklären wir jede Woche einen medizinischen Fachbegriff. Diese Mal: Mammographie

von lateinisch: mamma - weibliche Brust; griechisch: graphein - zeichnen
Englisch: mammography

Defintion & Ablauf

Die Mammographie ist eine Methode zur Früherkennung von Brustkrebs (Mammakarzinom). Sie ist in erster Linie ein Verfahren der Radiologie zur Diagnostik der weiblichen, gegebenenfalls aber auch der männlichen Brust, und wird als Synonym für die Röntgenmammographie verwendet. Alternative bildgebende Verfahren sind die Mammasonographie, die Tomosynthese sowie die Magnetresonanz-Mammographie.

Die Untersuchung der weiblichen Brust erfolgt üblicherweise in zwei Ebenen (meist senkrecht von oben und schräg seitlich). Die in Weichstrahlentechnik hergestellten Aufnahmen ermöglichen Rückschlüsse auf krankhafte Prozesse des Mammagewebes und werden üblicherweise durch sonographische und palpatorische Befunde ergänzt.

3D-Mammographie/Tomosynthese

Bei der klassischen 2D-Mammographie besteht das Problem, dass durch die Überlagerung verschiedener Gewebestrukturen mitunter krankhafte Veränderungen im Gewebe verdeckt werden, wodurch sie übersehen werden können. Dies versucht man auszugleichen, indem man aus zwei Winkeln die Brust aufnimmt. Dies hilft, löst das Problem jedoch nicht immer.

Die Tomosynthese ist ein modernes Verfahren in der Mammadiagnostik. Es erzeugt im Gegensatz zur herkömmlichen Mammographie  eine Serie von Schichtaufnahmen, die eine dreidimensionale (3D) Darstellung der Brust ermöglicht. Dadurch sollen Überlagerungen von Gewebestrukturen ausgeblendet und das Brustdrüsengewebe besser beurteilbar werden.

Bei der Tomosynthese wird die Brust aus unterschiedlichen Winkeln aufgenommen, und zwar je nach Hersteller über einen Winkel von 15 bis 50 Grad (Röntgentomographie). Dabei werden zwischen 9 und 25 Aufnahmen mit niedriger Dosis und hoher Beschleunigungsspannung aufgenommen, sodass die Gesamtdosis in etwa der einer klassischen 2D-Aufnahme entspricht. Aus diesen Aufnahmen werden einzelne Schichten des Brustgewebes errechnet. 

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