Schöner Aprilscherz

Zauberzähne

02. April 2014, 09:55 Uhr   |  Marcel Consée

Zauberzähne
© Microsoft

Die »digitale Zahnspange« fotografiert, navigiert und verwandelt den Mund in einen Filmprojektor

Die Firma Microsoft hat ja schon öfter Produkte herausgebracht, hinter denen man als geplagter Anwender einen wildgewordenen Scherzbold vermuten möchte - man erinnere sich nur an die Windows-Varianten »Me«, »Vista« oder »8«. Diesmal ist das anders!

Ein am 1. April angekündigtes Produkt, um das sich zweifellos zahllose Teenager reißen würden, erwies sich leider als Scherz - so werden viele picklige 14-jährige weiter in der Ecke stehen müssen, anstatt sich ins Zentrum der Beliebtheit begeben zu können.

Die viel verheißende Ankündigung aus dem Hause Microsoft ging so:

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Mit »Microsoft Braces« hat das Unternehmen vor allem die junge und konsumfreudige Zielgruppe der 8- bis 18-jährigen im Blick, die nach eigenen Analysen verstärkt Zahnspangen kauft und trägt. Anstatt einer großen Marketingkampagne baut Microsoft bei der Bewerbung des neuen Produkts stattdessen auf Mund-zu-Mund Kommunikation. Für den Verkauf seiner digitalen Zahnspange erweitert Microsoft zudem sein Vertriebsnetzwerk: Neben den bekannten Elektronik-Einzelhändlern werden Microsoft Braces zukünftig auch von Microsoft lizensierten Zahnarztpraxen vertrieben und beim Nutzer eingebaut.

Neben Bluetooth gehört die eingebaute 32-Megapixel-Kamera zu den Highlight-Features. So kann der Nutzer schon mit leicht geöffnetem Mund Fotos und Videos aufnehmen. Über den mitgelieferten Spangenbügel können Telefonate geführt werden. Damit kein Anruf und keine SMS oder Tweets mehr verpasst werden, aktiviert die Spange bei eingehenden Gesprächen, Messages und Postings sofort einen Vibrationsalarm im gesamten Mundraum.

Anders als die bereits auf dem Markt erhältlichen Wearables besticht Microsoft Braces mit seinem breiten Funktionsumfang. Die Features der digitalen Zahnspange sind in die Spangenelemente auf den Zähnen eingebaut: Zu den Highlights gehören »Word of Mouth«, eine Simultanübersetzung der gesprochenen Sprache mithilfe von Bing Translator for Braces, ein eingebauter Mikro-Beamer, um Filme und Videos mit geöffnetem Mund auf eine Leinwand zu projizieren, sowie ein GPS-Navigationssystem, das durch Vibration auf dem jeweiligen Zahn angibt, in welche Richtung die Route führt und wann man abbiegen muss.

»Wir haben zähneknirschend akzeptiert, dass wir auf dem Markt der Wearables noch nicht angekommen sind«, so Thomas Mickeleit, Direktor Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Microsoft Deutschland. »Mit Microsoft Braces wollen wir das ändern, indem wir unsere Innovationskraft unter Beweis stellen und der Konkurrenz die Zähne zeigen.«

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Tja, schade, liebe Jugendliche - es wäre so schön gewesen!

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