Vom Start-up zum Unternehmensbereich

Brainlab übernimmt Medineering

27. März 2019, 13:00 Uhr | Brainlab
»Teil von Brainlab zu werden, bedeutet Skalierbarkeit für unsere Technologie und verbesserten Marktzugang.« (Stephan Nowatschin, Mitbegründer und Geschäftsführer von Medineering)
»Teil von Brainlab zu werden, bedeutet Skalierbarkeit für unsere Technologie und verbesserten Marktzugang.« (Stephan Nowatschin, Mitbegründer und Geschäftsführer von Medineering)
© Brainlab/Medineering

Brainlab übernimmt das Münchner Start-up Medineering. Mit diesem Schritt will das Unternehmen die Verbreitung der digitalen Chirurgie mit skalierbaren Lösungen weiter vorantreiben. Beide Seiten kennen sich schon gut, erst vor drei Jahren stieg Brainlab als Investor beim jungen Unternehmen ein.

Brainlab vertreibt derzeit den Bereich Medineering unter dem Namen Cirq. Inspiriert von der Form des menschlichen Armes ist Cirq ein intuitiver Assistent bei chirurgischen Eingriffen. Nach der Inbetriebnahme kann der anpassungsfähige Arm in sieben Freiheitsgraden ausgerichtet werden und gewährleistet so laut eigener Aussage eine maximale Flexibilität bei der Positionierung. Sobald Cirq fest fixiert ist, kann sich der Chirurg mit beiden Händen auf die weiteren chirurgischen Schritte konzentrieren.

Der Software-Entwickler ist bereits seit drei Jahren Investor und Vertriebspartner des Start-ups aus München. Im Gegensatz zu Robotikkonzepten, die bei über einer Million Dollar beginnen, ist der leichte Medizintechnikarm für einen Bruchteil der Kosten erhältlich und lässt sich leicht an den Seitenschienen des OP-Tisches montieren. In Europa sind unter dem Namen Cirq bereits mehrere Anwendungen verfügbar,  vom einfachen Instrumentenhalter bis hin zu Roboterhänden für die Ausrichtung von Biopsienadeln, Bohrschablonen und Endoskopen. Die FDA-Zulassung für den amerikanischen Markt steht derzeit noch aus. (me)


Das könnte Sie auch interessieren

Verwandte Artikel

Medineering GmbH