Asklepios übernimmt Minddistrict

Depressionen zuhause am PC behandeln

22. Februar 2019, 14:00 Uhr | Asklepios
Laut WHO leiden rund 322 Mio. Menschen an einer Depression
Laut WHO leiden rund 322 Mio. Menschen an einer Depression.
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Die Asklepios Kliniken Gruppe hat den niederländischen E-Health-Anbieter Minddistrict übernommen. Der Klinikanbieter verfolgt das Ziel, Minddistrict zusammen mit anderen Anbietern auch in Deutschland zur Marktführerschaft zu führen. Ziel ist eine verbesserte Betreuung psychiatrischer Patienten.

Die webbasierte Plattform  adressiert als Whitelabel-Anbieter alle Kliniken und ambulanten Einrichtungen in Deutschland und Europa sowie auch niedergelassene Psychologen und Psychotherapeuten, die ihre Therapieansätze mithilfe der individuell anpassbaren Module im psychiatrischen und psychosomatischen Setting digital ergänzen wollen. »Asklepios deckt im Rahmen seiner Digitalisierungsstrategie zunehmend auch die Vor- und Nachsorge von Patienten mit psychischen Erkrankungen oder Problemen im Bereich der seelischen Gesundheit ab«, sagt Vorstandsvorsitzender Kai Hankeln. Die Übernahme sei ein  erster Schritt für eine zukünftige Auslandsexpansion in diesem Bereich.

Minddistrict wird damit künftig in allen stationären, tagesklinischen und ambulanten Asklepios-Einrichtungen angeboten. Aktuell ist die ergänzende Online-Therapie auf Basis der Minddistrict-Module bereits in den Asklepios Kliniken Brandenburg, Göttingen, Harburg, Lübben, Nord, Stadtroda und Teupitz im Einsatz.

Mit der webbasierten Plattform beziehungsweise der App können Patienten ihre Behandlung ohne finanzielle Eigenbeteiligung und auf freiwilliger Basis zu Hause am PC oder unterwegs auf dem Mobilgerät ergänzen. Die Patienten können die wissenschaftlich geprüften Online-Interventionen nutzen, um ihren Therapieerfolg zu festigen, gelernte Inhalte im Alltag zu erproben oder digitale Tagebücher zu führen. Das kann begleitet durch einen Therapeuten geschehen, oder auch unabhängig von einer Therapie im Sinne eines verbesserten Umgangs mit der Erkrankung, oder um Denkanstöße für eine Verhaltensänderung zu bekommen. Ziel des Einsatzes der Online-Plattform und der Module ist es, dass die Patienten selbstbestimmt an ihrer Besserung arbeiten und ihr Rückfallrisiko senken.

»Für viele Patienten verkürzt sich durch das neue, evidenzbasierte Online-Angebot die Wartezeit auf einen Therapieplatz in der stationären oder ambulanten Behandlung«, so Hankeln. Die Therapeuten würden von Routineaufgaben entlastet und könnten die wertvolle Zeit besser für intensive Gespräche mit den Patienten nutzen. (me)


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