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Digitaler Impfnachweis könnte für Schub sorgen

27. April 2021, 14:00 Uhr   |  Bitkom

Digitaler Impfnachweis könnte für Schub sorgen
© Stefan Jaitner/dpa

Corona-Warn-App

Die Hälfte der Deutschen weiß nicht, wo ihr Impfpass ist

Noch vor den Sommerferien soll der der digitale EU-Impfnachweis in die Corona-Warn-App integriert werden. Das könnte für einen deutlichen Zuwachs an Nutzerinnen und Nutzern der App sorgen: So sagen 20 Prozent derjenigen, die die Corona-Warn-App noch nicht auf ihrem Smartphone installiert haben, dass sie die App mit einem integrierten Corona-Impfausweis künftig einsetzen würden.

Das hat eine repräsentative Befragung unter 1.004 Menschen in Deutschland ab 16 Jahren ergeben, die Anfang 2021 durchgeführt wurde. »Die Corona-Warn-App kann mit Updates noch viel attraktiver gemacht werden. Dazu zählen neben dem geplanten digitalen Impfzertifikat auch die neue Check-in-Funktion und die Möglichkeit zum Abruf des eigenen Testergebnisses«, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg.

Deutschland sucht den Impfpass

Ein digitaler Impfnachweis zusätzlich zum gelben Impfpass aus Papier dürfte insgesamt vielen Menschen entgegenkommen, wie eine zweite repräsentative Befragung unter 1.003 Menschen in Deutschland ab 16 Jahren im Februar 2021 ergeben hat: Gefragt danach, ob sie spontan wüssten, wo sich ihr Impfpass befindet, antworteten 51 Prozent mit »Nein«. Immerhin 48 Prozent fällt dagegen sofort ein, wo das Dokument liegt. Rund ein Viertel (23 Prozent) hat nach eigenem Bekunden auch schon einmal einen Impfpass verloren – mehr als die Hälfte aus dieser Gruppe sogar häufiger.

»Wir brauchen schnellstmöglich ein digitales Impfzertifikat über eine Corona-Impfung: Ihr Smartphone haben die Menschen schließlich meist zur Hand, ihren Impfpass müssen sie dagegen meist suchen«, so Berg. Parallel zum digitalen Impfzertifikat gegen Covid-19 müsse die Einführung des digitalen Impfpasses für alle Schutzimpfungen im Rahmen der elektronischen Patientenakte weiter vorangetrieben werden. Rund zwei Drittel der Menschen in Deutschland (64 Prozent) würden den digitalen Impfpass nutzen, der Anfang 2022 auf freiwilliger Basis den gelben Impfpass aus Papier ersetzen soll. (me)

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