Kardiologie

Home Monitoring von Schrittmacherpatienten

22. Mai 2020, 08:33 Uhr   |  Biotronik

Home Monitoring von Schrittmacherpatienten
© Biotronik

Studie belegt Vorteile von Home Monitoring für Patienten, Kliniken und Kostenträger

Ersatz für persönliches Erscheinen bei Nachsorgeterminen erweist sich als sicher und wirksam

Ergebnisse einer Studie, die in der Fachzeitschrift Circulation Arrhythmia and Electrophysiology veröffentlicht wurden, bestätigen, dass das Home Monitoring von der Biotronik SE & Co. KG, Berlin, ein sicheres und kosteneffektives Remote Management von Schrittmacherpatienten ermöglicht. Den Autoren der Studie zufolge kann es bei Schrittmacherpatienten die bisher notwendigen regelmäßigen Präsenznachsorgen sicher ersetzen. Dieses Ergebnis sei insbesondere im Zusammenhang mit der sozialen Distanzierung aufgrund der COVID-19-Pandemie eine ermutigende Nachricht, die Druck von Versorgungseinrichtungen nimmt.

In der multizentrischen »At Home«-Studie wurde untersucht, ob Home Monitoring-gestützte Nachsorge ebenso sicher ist wie Präsenznachsorge, und ob durch Home Monitoring-gestützte Nachsorge die Anzahl der notwendigen persönlichen Vorstellungstermine reduziert werden kann. Die Autoren analysierten die Betreuung von 1.108 Schrittmacherpatienten über einen Zeitraum von zwei Jahren. 

Die Patienten wurden nach dem Zufallsprinzip zwei Gruppen mit unterschiedlichen Nachsorgeverfahren zugewiesen: Home-Monitoring-gestützte Nachsorge (Remote Follow-up, RFU) oder konventionelle Präsenznachsorge (Conventional Follow-up, CFU). Beide Gruppen wurden durch tägliche automatische Übertragungen überwacht. Während die CFU-Gruppe alle sechs Monate in Kliniken untersucht wurde, musste die RFU-Gruppe nicht zu regelmäßigen persönlichen Terminen erscheinen.

Zentrale Ergebnisse der Studie

  • Es gab keinen signifikanten Unterschied zwischen der RFU-Gruppe und der CFU-Gruppe im Hinblick auf die Sicherheit (primärer Endpunkt definiert als kombinierter Endpunkt aus Mortalität, Schlaganfall und kardiovaskulärer chirurgischer Eingriff)
  • Die Anzahl der Präsenznachsorgetermine wurde um 69,5 % reduziert (710 in der RFU-Gruppe im Vergleich zu 2.275 in der CFU-Gruppe)
  • Es ergab sich eine Kostenreduktion von 11 % in der Schrittmachernachsorge (18.800 Yen im Jahresmittel in der RFU-Gruppe im Vergleich zu 21.400 Yen in der CFU-Gruppe)

»Remote Monitoring erweist sich bei der Betreuung von Schrittmacherpatienten als nützlich und essenziell«, sagt der leitende Prüfarzt Dr. Eiichi Watanabe, Fujita Health University School of Medicine, Aichi, Japan. Es ermögliche eine Reduzierung der Anzahl der persönlichen Vorstellungstermine, ohne dass es zu mehr unerwünschten Ereignissen kam, und die medizinischen Kosten wurden reduziert. (me)

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