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KI-Zahnbürste überzeugt Google

09. Juni 2021, 10:41 Uhr   |  Playbrush

KI-Zahnbürste überzeugt Google
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Tolulope Ogunsina hat das Zähneputzen erfolgreich zu seinem Beruf gemacht

Playbrush-Gründer Tolulope Ogunsina erhält Unterstützung durch den Black Founders Fund

Im Rahmen des Start-up Fonds für Black Founders von Google wurde der Playbrush-Gründer Tolulope Ogunsina mit einer Finanzspritze und einem Marketingbudget im sechsstelligen Bereich für seine Softwareentwicklung ausgezeichnet. Die frisch ins Leben gerufene Initiative unterstützt das Wachstum von People of Color (POC) gegründeten Technologieunternehmen, die bis heute eine Minderheit in der Start-up-Szene sind. Dabei wurden 30 Gründer aus ganz Europa gekürt. 

POC-Gründer haben Nachteile

Schwarzen Gründern fehlt überproportional häufig der Zugang zu Netzwerken und dem notwendigen Kapital für ein erfolgreiches Wachstum. Nicht einmal 0,5 Prozent der Risikokapital-Finanzierungen gehen an Start-ups unter POC-Führung. Google will das ändern und ruft mit dem Black Founders Fund eine Initiative zur Unterstützung von Techunternehmen ins Leben, deren GründerTeam mindestens ein POC-Mitglied hat. Bewerben konnten sich Start-ups aus ganz Europa, die bereits ein Software-Produkt auf dem Markt haben oder bei welchen die Technologie der Schlüssel zur Skalierung ist.

Die smarte Zahnbürste mit App-Anbindung soll dabei helfen, Kinder und Erwachsene zu einer besseren Zahnpflege motivieren. Schwarzen
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Die smarte Zahnbürste mit App-Anbindung soll dabei helfen, Kinder und Erwachsene zu einer besseren Zahnpflege motivieren. Schwarzen

Einer der 30 Gewinner des insgesamt zwei Millionen Dollar schweren Fonds ist Tolulope Ogunsina, Kopf und Herz der mehrfach ausgezeichneten Playbrush-Apps, die Kinder und Erwachsene zu einer besseren Zahnpflege motivieren. Der 31-Jährige, der es 2019 in die begehrte Gründer-Liste »30 under 30« von Forbes schaffte und bereits für Amazon codete, entwickelte die Software der Playbrush Apps und ist Co-Founder des gleichnamigen Dental Health Startups mit Sitz in Wien und London.

Der Gründer mit nigerianischen Wurzeln entwickelt mit Leidenschaft Hightech-Produkte, löst Probleme und nutzt Daten, um komplexe Entscheidungen zu vereinfachen. Seit mehr als sechs Jahren fließen seine Ideen in die smarten Zahnbürsten von Playbrush, die Kinder mittels Gamification spielerisch zur richtigen Putzroutine anleiten und Erwachsene mit Versicherungsleistungen belohnen.

Ausgezeichnet wurde diese Arbeit nun mit einer Geldprämie und einem Marketingbudget von Google. Playbrush will die Marketing Kanäle von Google nutzen um den Bekanntheitsgrad seiner smarten KI-Schallzahnbürsten Marke »Smart One« im deutschsprachigen Raum zu steigern.

Ungleichheiten erkennen und abschaffen

Über die Auszeichnung von Google freut sich Ogunsina, denn Programme, die Gründer-Minderheiten supporten hält er für wichtig und sieht darin eine Chance für die Innovationsfähigkeit Europas. »Positive Maßnahmen wie diese sind der erste Schritt, auf  bestehende Ungleichheiten aufmerksam zu machen. Indem wir schwarze Gründer finanzieren, ermutigen wir andere, es ihnen gleichzutun. Wenn wir in einer homogenen Unternehmerschaft verharren, leiden nicht nur die marginalisierten Gruppen darunter, sondern die Gesellschaft verliert Kreativität, Innovation und Lösungen«, so Tolulope Ogunsina, der mit 21 sein erstes Unternehmen für IT-Support in Nigeria gründete und bereits während seines Studiums mit Bestnoten herausragte. 2015 erhielt er eine Auszeichnung als UK Exceptional Talent in Digital Technology.

Als immigrierter Gründer hat Tolulope früh gelernt, sich mit der Wahrnehmung und den Erwartungen, die andere an ihn herantragen, auseinanderzusetzen. Einen Nachteil als POC hat Ogunsina nicht erlebt – systemischer Rassismus war ihm dennoch kein Fremdwort. »Ich denke, jeder Gründer hat mit dem Impostor-Syndrom zu kämpfen. Aber ich habe früh gelernt, dass ich allein dafür verantwortlich bin, wie ich mich fühle und handle. Ich bin nicht für die Voreingenommenheit anderer verantwortlich«, so Ogunsina. (me)
 

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