Corona-Impfstoff

Medizinprodukte-Branche explizit berücksichtigen

11. Dezember 2020, 07:56 Uhr   |  BVMed

Medizinprodukte-Branche explizit berücksichtigen
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Die Lungenkrankheit, die das Coronavirus auslösen kann, hat den Namen Covid-19 (Corona Virus Disease 2019) bekommen.

BVMed: Produktion und Distribution muss sichergestellt werden

Mitarbeiter von Homecare- und Hilfsmittel-Leistungserbringern sowie Dialyse-Leistungserbringer sollten bei der Corona-Impfstrategie analog zum Pflegepersonal prioritär berücksichtigt werden. Das schlägt der Bundesverband Medizintechnologie, BVMed, in seiner Stellungnahme zum Referentenentwurf der Coronavirus-Impfverordnung des Bundesgesundheitsministeriums vor.

Wichtig ist für den BVMed darüber hinaus, dass die Produktion und Distribution von versorgungsrelevanten und lebensnotwendigen Medizinprodukten sichergestellt ist, um weitere Engpässe in der Pandemie zu vermeiden. Der BVMed spricht sich deshalb in seiner Stellungnahme dafür aus, diese Mitarbeiter in die Gruppe der Personen, die in zentralen Bereichen der Daseinsvorsorge eine Schlüsselstellung besitzen, aufzunehmen.

Patientenkontakt regelmäßig eng

Die Mitarbeiter in den Bereichen Homecare, Hilfsmittel einschließlich Sanitätshäuser und Dialyse »haben täglich eine Vielzahl von Kontakten, teils mit multimorbiden Patienten sowie Patienten hohen Alters in Krankenhäusern, Einrichtungen in der stationären Pflege und in der ambulanten Versorgung«, heißt es zur Begründung. Bei Sanitätshäusern und Homecare- beziehungsweise Hilfsmittel-Versorgern ist der Patientenkontakt regelmäßig eng. Hier geht es, neben den klassischen Versorgungen im Sanitätshaus, um die lebensnotwendige Einweisung, Versorgung und Überwachung von Patienten mit Hilfsmitteln wie Stoma, Katheter, parenterale Ernährung oder Infusionstherapien im häuslichen Bereich sowie in stationären Einrichtungen. Sonstige Leistungserbringer im Gesundheitswesen sollten deshalb »explizit in den rechtlichen Vorschriften genannt werden, um Unklarheiten zu vermeiden«, so der Verband. 

Ebenso berücksichtigt werden sollten Medizinprodukteberater, die regelmäßig in Gesundheitseinrichtungen Kontakt zu Ärzten und Patienten haben. Diese Mitarbeiter unterstützen in Krankenhäusern bei akut lebenserhaltenden und lebensrettenden Operationen mit Medizinprodukten, beispielsweise Herzkathetern, Herzklappen oder Implantaten. Ausfälle bei der Begleitung von Operationen würden die Versorgung gefährden.

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