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Impfstoffherstellung

Merck holt Produktion nach Europa

18. März 2021, 09:05 Uhr   |  Merck

Merck holt Produktion nach Europa
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Merck schwimmt weiter auf einer Corona-Erfolgswelle

Darmstädter Dax-Konzern errichtet neues Werk in Molsheim

Die Merck KGaA, Darmstadt, wird sein Life Science Center im französischen Molsheim um eine neue Produktionsanlage für Single-Use-Verbrauchsmaterialien erweitern. Mit der Investition von 25 Millionen Euro treibt das Unternehmen seine Kapazitätserweiterungspläne für diese Schlüsseltechnologie in Europa voran. Eingesetzt wird sie etwa bei der Herstellung von Covid-19-Impfstoffen sowie anderen lebensrettenden Therapien. Molsheim wird der erste Standort in Europa sein, an dem Merck diese Produkte herstellt. Weitere Produktionsstätten befinden sich in Danvers, Massachusetts, USA, und Wuxi, China. Das Projekt wurde Mitte März in Molsheim im Beisein von EU-Kommissar Thierry Breton und der französischen Industrieministerin Agnès Pannier-Runacher bekannt gegeben.

»Die Pandemie hat die Welt vor unvorstellbare Herausforderungen gestellt. Mit unseren Aktivitäten in den Bereichen Wissenschaft und Technologie haben wir bei Merck seit Beginn der Covid-19-Pandemie wesentliche Beiträge geleistet«, sagte Belén Garijo, stellvertretende Vorsitzende der Geschäftsleitung von Merck. Die neue europäische Produktionseinheit werde die Kapazität für die dringend benötigte Belieferung von Impfstoff- und Therapeutika-Herstellern mit Single-Use-Produkten weltweit erhöhen. »Die heutige Ankündigung unserer Expansion in Europa unterstreicht Mercks globales Engagement während und nach dieser Pandemie«, so Garijo.

Betriebsaufnahme Ende 2021

Im Zuge der Investition entstehen insgesamt mehr als 350 neue Arbeitsplätze sowie Reinräume der Klassen ISO7 und ISO5 mit einer Gesamtfläche von 1.700 Quadratmetern. Durch die modulare Bauweise und Nutzung der bestehenden Infrastruktur werden zudem künftige Erweiterungen ohne Betriebsunterbrechungen ermöglicht. Die neue Produktionseinheit dient der Herstellung von Single-Use-Verbrauchsmaterialien. In Betrieb gehen soll die Einheit bis Ende 2021.

Mit mehr als 1.700 Mitarbeitern aus 32 Nationen und der Produktion von mehr als 10.000 Produkten ist Molsheim der drittgrößte Standort von Merck weltweit. Er beliefert den Weltmarkt und exportiert mehr als 85 Prozent seiner Produktion. Der Standort umfasst drei Produktionseinheiten, in denen die Herstellung und Montage von Produkten für pharmazeutische Herstellungsprozesse, die Analyse in klinischen und gewerblichen Umgebungen sowie Wasseraufbereitungssysteme erfolgen. (me)

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