Deutscher Röntgenkongress 2020

Neue Einsichten mit RöKo Digital

30. November 2020, 10:02 Uhr   |  Deutsche Röntgengesellschaft

Neue Einsichten mit RöKo Digital
© RöKo 2020

Namensgeber und Aushängeschild des Deutschen Röntgenkongress: Conrad Röntgen (1845 - 1923)

In 58 Kongresstagen durch die Radiologie

Mit 3.589 Abonnentinnen und Abonnenten wurde der erste rein virtuelle Deutsche Röntgenkongress als RöKo Digital zu einem Erfolgsmodell, das über die Pandemiezeit hinauswirken wird. Vom 21. Mai bis 14. November 2020 nahmen Spezialistinnen und Spezialisten aller radiologischen Disziplinen, Medizinisch-Technisches Radiologie-Assistenzpersonal (MTRA), Medizinphysikerinnen und -physiker an insgesamt 103 Webinaren teil.

Der 101. Deutsche Röntgenkongress war ursprünglich für Mai als Präsenzkongress geplant gewesen und wurde innerhalb kürzester Zeit in ein Online-Veranstaltungsformat transformiert. Ziel war es, allen Berufsgruppen in der Radiologie in der herausfordernden Pandemie-Zeit eine hochwertige Fort- und Weiterbildung zu ermöglichen und dem wissenschaftlichen Nachwuchs wie auch der Industrie eine Plattform zu bieten. Im Fokus standen dabei die Schwerpunktthemen Sicherheit in der Radiologie, Künstliche Intelligenz, Interventionelle Onkologie und Notfallradiologie. Seinen Abschluss fand der digitale Röntgenkongress am 13. und 14. November mit der traditionellen Röntgen-Vorlesung der Deutschen Röntgengesellschaft (DRG) und der Holzknecht-Vorlesung der Österreichischen Röntgengesellschaft (ÖRG), Preisverleihungen, Vorträgen zu den vier Highlight-Themen sowie der feierlichen digitalen Eröffnung des Geburtshauses von Wilhelm Conrad Röntgen in Remscheid-Lennep. 

Abenteuerreise durch die Radiologie

Mit dem Kongressmotto Neue Einsichten wollten die Kongresspräsidenten Prof. Dr. Günter Layer (DRG) und Univ.-Prof. Dr. Klaus A. Hausegger (ÖRG) nicht zuletzt auch an die Experimentierfreudigkeit des Namenspatrons beider radiologischer Gesellschaften, Wilhelm Conrad Röntgen, anknüpfen. Im Jahr seines 175. Geburtstages und 125 Jahre seit der Entdeckung der nach Röntgen benannten Strahlen beschritt die Radiologie einmal mehr neue Wege, die den Teilnehmenden virtuell jede Woche neue Einsichten vermittelten.

»Es war quasi ein digitales Abenteuer, auf das wir uns begeben haben«, so Hausegger. Er sei stolz darauf, dass man gemeinsam mit allen Beteiligten dazu beigetragen hat, den Röntgenkongress in die digitale Sphäre zu transferieren. »Wenn wir wieder Präsenzveranstaltungen ausrichten können, gehe ich davon aus, dass diese immer auch virtuelle Bestandteile haben werden und so die digitale Fortbildung und persönliche Interaktion miteinander verknüpfen.«

Programmvielfalt in Pandemiezeiten

Das Fortbildungsprogramm umfasste zahlreiche Sessions, CME-zertifizierte Refresherkurse, und weitere themenspezifische Fortbildungsveranstaltungen. An Spezial-Tagen wurden die Schwerpunkte des Kongresses sowie zentrale radiologische Fortbildungsthemen gebündelt. Für angehende Radiologinnen und Radiologen ergänzten Fit für den Facharzt (FFF)-Webinare, Case Reports sowie wissenschaftliche Vorträge das Angebot. Abschließende Höhepunkte waren die Röntgen-Vorlesung von Prof. Dr. Heinz-Peter Schlemmer (DKFZ), der mit seinem Vortrag Goldene Zwanziger der Radiologie - Neue Einsichten durch Photon-Counting CT Einblicke in eine mögliche radiologische Zukunft gewährte, sowie die Holzknecht-Vorlesung von Prof. Dr. Cornelia Schäfer-Prokop, die sich den Chancen und Herausforderungen widmete, welche die Künstliche Intelligenz in der Thoraxradiologie bietet.

Das digitale Kongressangebot wurde über die gesamte Laufzeit von 25 Wochen sehr gut angenommen. Im Durchschnitt nahmen an den Ärzte-Veranstaltungen fast 500 Personen teil, an den MTRA-Veranstaltungen knapp 200. In der Spitze loggten sich mehr als 1.000 Zuschauerinnen und Zuschauer in einzelne Webinare ein. Die Qualität der Vorträge wurde im Schnitt sehr positiv bewertet: Auf einer Skala von 1 bis 4 ergab sich über den gesamten Kongresszeitraum der Mittelwert von 1,32.

102. Deutscher Röntgenkongress: Intelligenz vernetzen

Mit Blick auf die positiven Erfahrungen im Rahmen von RöKo Digital und die weiterhin volatile Gesamtsituation wurde auch für den 102. Deutschen Röntgenkongress die Entscheidung für eine digitale Durchführung getroffen. Vom 27. März bis 08. November 2021 erwartet die Teilnehmenden ein anspruchsvolles Fortbildungs- und Wissenschaftsprogramm. Kongresspräsident Univ.-Prof. Dr. Thomas J. Vogl wird unter dem Motto Intelligenz vernetzen die Themen Künstliche Intelligenz, Sport- und Unfallmedizin, Onkologische Diagnostik und Intervention sowie Leitlinien und Strukturierte Befundung in den Mittelpunkt stellen. (me)

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