Digitale Versorgung

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Digitalisierung der Pflege

21. November 2019, 09:00 Uhr   |  bvitg

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Digitalisierung der Pflege
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Nahaufnahme Hände (Symbolbild)

Verbände | In einem neuen Papier formuliert der bvitg Handlungsempfehlungen, die sektorenübergreifend für eine erfolgreiche Digitalisierung im Pflegebereich entscheidend sind. Dazu gehören eine digitale Infrastruktur, eine konsequente Digitalisierung Prozessen sowie der Aufbau digitaler Kompetenz.

Während die Digitalisierung in der Medizin zunehmend an Fahrt aufnimmt, steht sie in der Pflege noch vergleichsweise am Anfang. Dabei können digitale Anwendungen in ambulanter, stationärer und Krankenhauspflege einen positiven Beitrag zur Entlastung von Pflegenden und der Verbesserung der Versorgung von Pflegebedürftigen leisten.

»Die Herausforderungen des demografischen Wandels treten im Pflegebereich schon heute deutlich zutage«, so Sebastian Zilch, Geschäftsführer des Bundesverbands Gesundheits-IT ( bvitg). Er ist überzeugt, dass die Digitalisierung einen wichtigen Beitrag dazu leisten kann, den zukünftig weiter zunehmenden Bedarf an Pflegedienstleistungen und -personal zu decken und damit dem herrschenden Pflegenotstand zu begegnen. »Die Grundlagen dafür müssen aber schon jetzt gelegt werden, weshalb es ein starkes Bekenntnis und konkrete, langfristig angelegte Maßnahmen seitens der Politik braucht.«

Welche konkreten Schritte für die Digitalisierung der Pflege folgen müssen, hat der bvitg in seinen Handlungsempfehlungen zusammengefasst:

  1. Die Verbesserung der digitalen Infrastruktur
    Höchste Priorität muss die verpflichtende Anbindung von Pflegeeinrichtungen an die Telematikinfrastruktur haben, weitere wichtige Punkte sind die Stärkung der Telepflege sowie der flächendeckende Ausbau der mobilen Infrastruktur auf mindestens 4G-Standard.
     
  2. Die Digitalisierung von Pflegeprozessen
    Papiergebundene Verfahren müssen konsequent durch elektronische abgelöst werden. Eine besondere Rolle kommt dabei der elektronischen Dokumentation zu, da diese unter anderem eine bessere Qualitäts- und Ergebnissicherung ermöglicht und Grundlage für die Entwicklung KI-basierter Innovationen ist.
  1. Die Förderung Digitaler Kompetenz
    Um das volle Potenzial digitaler Technologien zu erschließen, bedarf es der Akzeptanz und damit einer durchgehenden Einbindung aller Beteiligten. Deshalb muss die Vermittlung von digitalen Kompetenzen in allen Bereichen der Aus-, Fort- und Weiterbildung von Pflegenden verankert werden.
Die gesamte Publikation steht auf der folgen Seite zum kostenlosen Download zur Verfügung: https://www.bvitg.de/handlungsempfehlungen-digitalisierung-pflege/

(me)

Schlagworte:Pflege, Digitalisierung, bvitg-Handlungsempfehlung

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