Additive Fertigung

Ab 60 Minuten zum Schädelimplantat

20. Juli 2022, 9:49 Uhr | Stefan Killer, Kumovis - Redaktion: Ute Häußler

Fortsetzung des Artikels von Teil 1

1. Vorbereitung: Vom DICOM zum Design

Medizintechnik Additive Fertigung 3D-DRuck Implantate Kranial
Digitale Planung und Implantat-Design
© Kumovis

Der 3D-Druck eines patientenspezifischen Implantats und die darauffolgende Versorgung des Schädeldefekts ist ein Spezialfall. Doch wie bei herkömmlichen Produktions­­-
verfahren auch, stellen sich zunächst grundsätzliche Fragen: Wird das Implantat so, wie es geplant ist, den Anforderungen in Sachen Biokompatibilität, Festigkeit und Elastizität gerecht? Kann Knochenmaterial darin einwachsen? Wie schnell ist das Implantat einsatzfähig? Und wie lassen sich die Kosten dafür so gering wie möglich halten? Der genannte Ende-zu-Ende-Workflow berücksichtigt nicht nur die Antworten
der Materialhersteller, sondern auch alle Aspekte des Druckprozesses.  

In der Praxis wandelt ein Ingenieur oder eine Ingenieurin DICOM-Daten in STL-Dateien um und erstellt ein patientenindividuelles Implantatdesign. Planungssoftware hierfür ist kommerziell erhältlich und mit dem Workflow kompatibel. Designrichtlinien helfen dabei, Parameter wie Dicke und Lochpositionen des Implantats festzulegen. Darüber hinaus bekommen Krankenhäuser und Medizintechnikanwender im 3D-Drucker Kumovis R1 bewährte Spezifikationen für die Bauteilausrichtung. Richtlinien für Implantatdesigns und Prozessparameter zur Fertigung sind ebenfalls Teil des Workflows.


  1. Ab 60 Minuten zum Schädelimplantat
  2. 1. Vorbereitung: Vom DICOM zum Design
  3. 2. Schnell und MDR-konform drucken
  4. 3. Regulation: Anforderungen erfüllt
  5. 4. Kosten per PSI senken

Das könnte Sie auch interessieren

Verwandte Artikel

EVONIK Degussa GmbH