Displays

Hygiene ist auch eine Frage der Technik

In der Medizin ist die Bedienbarkeit mit Handschuhen kein nettes Feature, sondern ein Muss.
In der Medizin ist die Bedienbarkeit mit Handschuhen kein nettes Feature, sondern ein Muss.
© AdobeStock/Semsotec

Darauf sollten Hersteller von Displays für die Medizin achten

Höchste Sicherheit, Qualität und Langlebigkeit stehen bei Technologien der Medizintechnik an erster Stelle. Smarte optische Bedieneinheiten mit Touchdisplays haben den Vorteil, dass sie keine mechanischen Tasten haben. Bakterien oder Viren können sich nicht an Fugen und Oberflächen festsetzen, die schlecht gereinigt werden können. Eine Glasoberfläche lässt sich schnell und einfach säubern und desinfizieren. Touchdisplays nutzen sich auch nicht nach einer bestimmten Anzahl von Betätigungen ab. 

Das Human Machine Interface (HMI) ist für jeden expliziten Anwendungsfall optimal anpassbar: Beispielsweise können für verschiedene Monitoring- und Behandlungsfunktionen andere Bedienfelder im Display angezeigt werden. Das erleichtert es, Doppel- oder Fehleingaben auszuschließen. Die besonders für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Medizinbereich wichtige Benutzerfreundlichkeit können die Hersteller dadurch weiter optimieren. 

Natürlich steht die Sicherheit der Anwender und Anwenderinnen im Fokus. Dennoch sollten Entwickler und Entwicklerinnen berücksichtigen, mit ihren Produkten und deren Features Erlebnisse zu schaffen. Um die Bedieneinheit an jeden Anwendungsfall der Kunden und Kundinnen anzupassen, werden entlang der Product Journey die einzelnen Schritte der Entwicklung des Gerätes definiert. In Bezug auf smarte Bedienkonzepte kristallisiert sich zunehmend heraus, dass die zur Interaktion gedachten Monitore gerne als schwebende, leicht zu schwenkende Elemente montiert sind. Displays im »Portrait Mode« verbessern zudem die Ablesbarkeit.  

Optimale Usability durch angepasste Software

Mit der Verbreitung von Smartphones hat sich die Bedienung von Bildschirmgeräten grundlegend gewandelt. Touchscreens, die Steuerung mit Wischen und Gesten und die intuitive Bedienung über grafische Elemente sind auch aus der Medizintechnik nicht mehr wegzudenken. Selbsterklärende Piktogramme, eine personalisierte Benutzerführung oder prozessorientierte Hilfestellungen sind nur einige der Merkmale, die sich über grafische Displays und moderne Software-Entwicklungsplattformen umsetzen lassen. 

Neben den rein technischen Bedienaspekten und optimaler Reinigbarkeit gewinnen dabei Ergonomie und ein übersichtliches Design (Stichwort: »Flat-Design«), um wichtige Informationen hervorzuheben, zunehmend an Bedeutung. Insbesondere im OP ist es wichtig, dass Ärzte und Ärztinnen die HMIs auch mit ihren Handschuhen bedienen können. Durch den Einsatz neuester Touchcontroller-Technologien ist das heute problemlos möglich. Entsprechende Softwareanpassungen schließen Fehleingaben, zum Beispiel durch Blut oder Wassertropfen, aus.

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Welche Anforderungen Entwickler und Entwicklerinnen außerdem beachten sollten und was die aktuellen Display-Trends für die Medizintechnik sind lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der medical design ab S. 36. Hier geht's zum kostenfreien ePaper.


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