Vokabel der Woche

Elektrische Kardioversion (cardioversion)

12. November 2019, 10:00 Uhr   |  Medizin+elektronik

Elektrische Kardioversion (cardioversion)
© Pixabay

Unter der elektrischen Kardioversion versteht man die Sinusrhythmuskonversion durch einen Gleichstromimpuls.

Glossar | Die Kardioversion ist ein Verfahren in der Medizin, mit dem schnelle Herzrhythmusstörungen beendet werden können und ein normaler Herzrhythmus wieder hergestellt wird. Man unterscheidet zwischen medikamentöse und elektrische Kardioversion.

Defintion

Als Kardioversion bezeichnet man die Wiederherstellung des normalen Herzrhythmus (Sinusrhythmus) beim Vorliegen von Herzrhythmusstörungen, meist Vorhofflimmern, seltener supraventrikulären oder ventrikulären Tachykardien oder Vorhofflattern. Man unterscheidet die elektrische Kardioversion mithilfe eines geeigneten Defibrillators von der medikamentösen Kardioversion.

Indikation

Bei tachykarden (schnellen) Herzrhythmusstörungen, die die Auswurfleistung des Herzens beeinträchtigen, ist eine Kardioversion indiziert. Bei guter Auswurfleistung ist die Anwendung abhängig von der Art der Herzrhythmusstörung und der Symptomatik zu diskutieren.Bei Patienten mit Vorhofflimmern mit geringer oder keiner Symptomatik bringt die Kardioversion keine eindeutige prognostische Verbesserung.

Verfahren

Die elektrische Kardioversion wird sowohl in Notfällen – hier heißt sie Defibrillation (externe elektrische Kardioversion) – als auch als geplante Therapie (elektiv) durchgeführt. Sie ist meist effektiver als eine medikamentöse Kardioversion. Mithilfe eines sogenannten Kardioverters beziehungsweise Defibrillators wird ein Stromimpuls an das Herz abgegeben, durch den Störungen bei der Erregungsleitung  und damit das zu schnelle Schlagen des Herzens unterbrochen werden sollen. Der Herzmuskel kann sich nun wieder geordnet zusammenziehen (Kontraktion) und der normale Rhythmus (Sinusrhythmus) ist wiederhergestellt. (me)

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