Vokabel der Woche

Metastase (»Tochtergeschwulst«)

16. Dezember 2019, 11:00 Uhr   |  Medizin+elektronik

Metastase (»Tochtergeschwulst«)
© Pixabay

Im Verlauf der Krankheit streut etwa jeder vierte Brustkrebs.

Glossar | Bei Metastasen handelt es sich von einem Primärtumor räumlich getrennte, gleichartige Tochtergeschwülste, die durch Verschleppung von lebensfähigen Tumorzellen entstehen.

Synonyme: Tochtergeschwulst, Tumorabsiedelung, Filia/Filiae

Englisch: metastasis

Was sind Metastasen?

Normalerweise können Zellen außerhalb des Gewebes, zu dem sie gehören, nicht überleben. Sie sterben ab, wenn sie den Kontakt zu ihren Nachbarzellen verlieren, oder werden vom Immunsystem erkannt und bekämpft, sobald sie in die Blut- oder Lymphbahn gelangen.

Krebszellen können diese feestgelegten Grenzen überschreiten: Sie sind in der Lage, sich vom eigentlichen Tumor (sogenannter Primärtumor) abzulösen. In weiterer Folge können sie Blut- oder Lymphgefäße durchdringen und auf diese Weise an jeden Ort des Körpers gelangen. So können sie sich in anderen Organen oder Geweben ansiedeln, sich dort vermehren und zur Ausbildung einer Tochtergeschwulst (Metastase) führen.

Wo und wann bilden sich Metastasen?

Tumore können in unterschiedliche Gewebe streuen. Absiedlungen in der Umgebung des Ursprungstumors nennt man lokale, regionale oder regionäre Metastasen. Sie finden sich zum Beispiel in den Lymphknoten in der Nähe des Tumors. Tochtergeschwülste, die in einem entfernteren Gewebe angesiedelt sind, bezeichnet man als Fernmetastasen. Metastasen können zu ganz unterschiedlichen Zeitpunkten einer Krebserkrankung festgestellt werden: Bei manchen Betroffenen sind bereits bei der ersten Diagnose Metastasen vorhanden. Bei anderen entstehen sie im Verlauf der Erstbehandlung oder auch erst einige Zeit nach der Beseitigung des Ursprungstumors.

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