Dräger auf der DMEA

Digitale Helfer auf der Pandemiestation

26. April 2022, 10:25 Uhr | Ute Häußler
Beatmung Dräger Kommunikation Medizingeräte Medizintechnik
Gerade in der Pandemie: Mit Hilfe der Service Oriented Device Connectivity (SDC) können intensivbeatmete Patienten mit weniger Aufwand und Störung versorgt werden, während die Pflegekraft besser geschützt ist.
© Dräger

Der Interoperabilitäts-Standard SDC läßt unterschiedliche Medizingeräte miteinander kommunizieren.

Dräger zeigt auf der laufenden DMEA in Berlin, wie digital ferngesteuertes Monitoring von infektiösen Patienten dabei helfen kann, Isolationspatienten intensiver zu betreuen und das Klinikpersonal besser zu schützen. Die Simulation auf dem Stand von OR.NET e.V. (c/o SurgiTAIX AG) war zuvor auf Arab Health 2022, Dubai und der HiMSS 2022, Orlando zu sehen.

Interoperabel vernetzte Medizintechnik

... nach dem international anerkannten SDC-Standard ist die Grundlage für den Datenaustausch, beispielsweise zwischen den bettseitigen Spritzenpumpen und dem Dräger-Monitor vor dem Patientenzimmer. Das miteinander verbundene System stellt Daten von der Arcomed Syramed μSP6000 Infusionspumpe, dem Evita V600 Beatmungsgerät und dem Infinity M540 Patientenmonitor von Dräger auf einem Point-of-Care Cockpit außerhalb des Isolationszimmers aggregiert bereit. Mitarbeiter des Intensivteams können ausgewählte Funktionen des Patientenmonitors fernsteuern, haben dabei aber durch ein Fenster stets Sichtkontakt zum Patienten. Beispielsweise kann die Pflegekraft vor dem Patientenzimmer eine nicht-invasive Blutdruckmessung (NIBP) durchführen, nach Sichtkontakt akustische Alarme pausieren oder die ADT2-Daten des Patienten aktualisieren.

Datenaustausch mit SDC

Die SDC-Infrastruktur für den nahtlosen Datenaustausch hat die Non-Profit-Organisation OR.NET entwickelt, die den Austausch zwischen Spezialisten aus der Industrie, Medizinern und Forschern fördert. “Mit der ISO/IEEE 11073-Normenfamilie wurde eine Lücke bei der Datenübertragung zwischen Medizingeräten geschlossen. Durch die herstellerunabhängige dynamische Vernetzung können völlig neue Mehrwertfunktionen für die klinische Anwendung genutzt werden – so wie wir es am Beispiel des Showcase demonstrieren“, so Dr. Martin Kasparick vom Institut IMD der Universität Rostock und Vorstandsmitglied im OR.NET e. V.

Bisher befindet sich die Lösung in der Entwicklung und dient nur zu Demonstrationszwecken. (uh)

 


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