Verpackung mit ID-Tracking

Spritzen per RFID nachverfolgen

5. Dezember 2022, 14:20 Uhr | Schreiner / Schott
Spritzen RFID Tracking Injektion Krankenhaus Identifikation
Das smarte RFID-Spritzenlabel kombiniert die Kennzeichnung einer Spritze mit ihrer eindeutigen, digitalen Identität.
© Schott Pharma

Vorgefüllte Spritzen mit RFID-Tags sollen den Krankenhausalltag optimieren. Schreiner MediPharm und Schott Pharma bringen stellen ersten fertigen Injektionen mit smartem Label vor.

Bisher konzentrierte sich die Partnerschaft der beiden Unternehmen Schreiner MediPharm und Schott Pharma primär auf die Ausstattung von COC-Spritzen mit analogen Funktionslabels. Nun geht es den beiden Speziliste für Medizinverpackungen um die Digitalisierung vorgefüllter Spritzen. Das Besondere an den neuen RFID-Labels: die Kombination von Kennzeichnung der Spritze mit ihrer eindeutigen, digitalen Identität. Damit soll die Bestandsverwaltung im Krankenhaus und bei Patientenversorgung und –dokumentation vereinfacht und besser nachvollziehbar werden, ebenso wie die Identifikation von Medikament und Medizingerät. Zudem kann die Integrität der Spritze, also ob diese wirklich das erste Mal benutzt wird, digital überprüft werden. 

RFID mit Reichweite auf kleinstem Raum

Damit der RFID-Tag einwandfrei und mit genügend Reichweite funktioniert, spielen neben dem Material wie etwa COC, PP oder Glas, welches die Reichweite und das störungsfreie Auslesen des Tags beeinflussen kann, vor allem die Größe und der Durchmesser der Spritzen eine entscheidende Rolle: Je kleiner die Spritze, umso weniger Platz für Produktkennzeichnung und Integration des RFID-Chips. Und je kleiner der Tag, desto kürzer ist in der Regel seine Reichweite. Bei geringen Spritzendurchmessern kann sich zudem die Krümmung auf die Leistung auswirken. 

Auch die dielektrischen Eigenschaften der enthaltenen Medikamente spielen eine Rolle. Wasserbasierte Wirkstoffe können einen negativen Einfluss auf die Funkeigenschaften des Tags haben. Dies erfordert eine passgenaue Positionierung des RFID-Labels bzw. des integrierten Inlays entsprechend der Flüssigkeit und des Füllstandes. Zudem müssen spezielle Datenstandards zur Identifikation und Nachverfolgung auf Unit-Level wie etwa UnitVisID oder GS1 berücksichtigt werden, die es allen involvierten Parteien entlang der Wertschöpfungskette ermöglichen, die Daten zu interpretieren und zu nutzen, sowie die Einbindung in die jeweilige Infrastruktur.

Schreiner MediPharm und SCHOTT Pharma passen die Lösung jeweils an die spezifischen Kundenanforderungen an, um eine optimale Funktionalität von Produktion bis Endanwendung sicher zu stellen. Dies hilft, die Produktsicherheit zu erhöhen und mögliche Medikationsfehler zu vermeiden. (uh)


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