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Besserer Durchblick während der OP

08. Juni 2021, 08:00 Uhr   |  BHS Technologies

Besserer Durchblick während der OP
© BHS Technologies

Innovatives Robotermikroskop: BHS Technologies ist Start-up des Monats Juni 2021

Mit RoboticScope hat BHS ein innovatives Operationsmikroskop entwickelt

Themenwoche Im OP der Zukunft

Junge Gründer, große Ideen – Start-ups trauen sich das, wovor große Unternehmen oft Angst haben. Sie machen einfach. Von der Diabetes-App über intelligente Prothesen bis hin zu Pflegerobotern: Kein Vorhaben scheint zu groß oder gar abwegig. Unternehmergeist ist nicht nur löblich, sondern gerade in der Medizintechnik nötig. Hier sind Start-ups keine Konkurrenten von Unternehmern und Ärzten, sie sind ihre Partner.

Wir möchten einige dieser Köpfe und ihre Ideen genauer vorstellen. Dieses Mal: »BHS Technologies«. Das Unternehmen aus Innsbruck (Österreich) hat mit RoboticScope einen OP-Roboter entwickelt, der es ChirurgInnen ermöglicht, ihre Hände uneingeschränkt für den Eingriff zu nutzen.

Wie lautet euer Elevator Pitch?

BHS Technologies ist ein Medizintechnikunternehmen, das die Visualisierung der Mikrochirurgie revolutionieren will. Unser Produkt RoboticScope ist ein robotergestütztes, voll digitales Visualisierungssystem, das ChirurgInnen eine verbesserte Ergonomie und gutes Sehen bietet. Die Steuerung erfolgt mittels Kopfgesten, damit die ChirurgInnen die Sicht und die Hände am Operationsbereich belassen können, und diese nicht abwenden müssen um das Mikroskop zu bedienen.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen?

Durch jahrelange Erfahrung im medizinischen Bereich haben wir viel Potenzial in der Mikroskopie erkannt. Die digitale Bildgebung in Kombination mit Robotertechnologien bietet viele Möglichkeiten, die Art und Weise zu verändern, wie Mikroskope zuvor gebaut wurden.

v.l.n.r.: Markus Hütter (CEO), Michael Santek (CTO) und Gregor Burger (CSO)
© BHS Technologies

v.l.n.r.: Markus Hütter (CEO), Michael Santek (CTO) und Gregor Burger (CSO)

Was war euer größter Erfolg?

Es ist schwer, nur einen herauszuheben. Auf dem Weg von einer Idee zum Produkt sowie dem Aufbau der Firma und der dahinterstehenden Infrastruktur erlebt man viele kleinere und größere Erfolge. Aber sicherlich war es für das gesamte Unternehmen ein großer Moment, wie das erste Serienprodukt erstmalig im Universitätsspital Zürich installiert und zum ersten Mal verwendet wurde.

Und der größte Rückschlag?

Die weltweite Pandemie hat auch uns in vielerlei Hinsicht betroffen und die Lage nicht unbedingt einfacher gemacht.

Wo seht ihr euch in fünf Jahren?

Eine stabile Wachstumsrate und Marktanteil erreicht zu haben, sowie eine Weiterentwicklung unserer Produkte um die Bedürfnisse von unserer aktuellen und zukünftigen KundInnen zu erfüllen.

Wie sieht die Medizin der Zukunft aus?

Sicherlich in vielen Hinsichten immer mehr digital. Da auch in der Medizin der Zukunft Produktivität und Effektivität eine entscheidende Rolle spielen, müssen Informationen für die ChirurgInnen bei Operationen immer leicht zugänglich sein, damit sie sich auf das Wesentliche konzentrieren können – auf die PatientInnen, nicht auf die Technik.
 

Fakten zum Start-up

Name BHS Technologies GmbH
Gründung 2017
Kunden 12
Mitarbeiter 50
Finanzierung Privat, Fördermittel und Investoren
Homepage www.bhs-technologies.com

 

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