Kardiologie

Biomonitor IIIm mit RhythmCheck-Algorithmus

02. September 2020, 12:11 Uhr   |  Biotronik

Biomonitor IIIm mit  RhythmCheck-Algorithmus
© Bitronik

Injizierbarer Herzmonitor Biomonitor IIIm

Biotronik-Herzmonitor reduziert falsch positive AF-Detektionen

Kardiologen, die in ihren Kliniken auf steigenden Arbeitsdruck und wachsenden Zeitbedarf reagieren müssen, haben nun Zugang zu einem neuen injizierbaren Herzmonitor (ICM) von der Biotronik  SE & Co. KG, Berlin. Der Biomonitor IIIm ist mit einem laut Hersteller einzigartigen Algorithmus ausgestattet, der falsch positive Detektionen von atrialem Flimmern (AF) im Zusammenhang mit Extrasystolen signifikant reduziert.

100 % relativer AF-Sensitivität

Ärzte und medizinisches Personal verlieren oft wertvolle Zeit mit der Analyse von Episoden ohne relevante Ereignisse. Es konnte gezeigt werden, dass 52 % der falsch positiven AF-Episoden auf Extrasystolen zurückzuführen sind, die fälschlicherweise als Vorhofflimmern detektiert werden.

Mit dem neuen Herzmonitor lässt sich bei 100 % relativer AF-Sensitivität eine Reduzierung der falsch positiven Detektionen um 72 % erreichen. Einzelne Extrasystolen werden vom AF-Detektionsalgorithmus ausgeschlossen. Dadurch werde die diagnostische Genauigkeit verbessert. Ärzte können sich so stärker auf Patienten konzentrieren, die tatsächlich eine Behandlung benötigen. Die Arbeitsbelastung durch Auswertungen irrelevanter Warnmeldungen wird reduziert.

Eine Arbeitserleichterung ist auch die Bildqualität, die mit 12-Kanal-Referenz-EKGs vergleichbar ist. Die Ergebnisse einer kürzlich im Journal of Electrocardiology veröffentlichten Studie zeigen, dass der Herzmonitor zu erhöhter diagnostischer Genauigkeit beitragen kann.

App als wichtige Ergänzung

»Die Fähigkeit, falsch positive AF-Detektionen signifikant zu reduzieren, trägt entscheidend zur Verringerung der Arbeitsbelastung bei Ärzten und medizinischem Personal bei und verbessert gleichzeitig die Präzision der Diagnosen sowie die Patientenergebnisse«, sagt Dr. Volker Lang, Senior VP Research & Development bei Bitornik. 

Der Herzmonitor bietet eine Laufzeit von 5,5 Jahren. Dies unterstützt das langfristige Monitoring von Patienten nach AF-Ablation oder nach kryptogenem Schlaganfall. Als wichtige Ergänzung steht eine App zur Verfügung, mit der Patienten wahrgenommene Symptome dokumentieren können. Durch das Korrelieren von Symptom- und Rhythmusaufzeichnungen können Ärzte die Genauigkeit ihrer Diagnosen weiter erhöhen. (me)

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