Medizingeräte

Klinische Leistung trifft Blutverträglichkeit

Dialysator FX CorAL besteht aus synthetischem Polysulfon
Der Dialysator FX CorAL besteht aus synthetischem Polysulfon
© FMC

Fresenius Medical Care präsentiert neuen Dialysator FX CorAL

Dialysepatienten leiden häufig unter chronischen Entzündungen, die durch die Anhäufung von Giftstoffen sowie den regelmäßigen Kontakt des Blutes mit Fremdstoffen entstehen. Die Entzündungen beeinträchtigen die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten und begünstigen die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Fresenius Medical Care (FMC) führt mit dem FX CorAL einen neuen Dialysator für die Hämodialyse ein. Bei der Entwicklung dessen stand die verbesserte Kombination von klinischer Leistung mit Blutverträglichkeit im Fokus. Der Dialysator ist bereits in der Schweiz erhältlich und wird zunächst schrittweise in Deutschland, Frankreich, Italien und den Vereinigten Arabischen Emiraten eingeführt. Weitere Länder der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) sollen folgen.

Über 3 Millionen Behandlungen

Herzstück des neuen FX CorAL ist seine  Helixone hydro-Membran. Diese bildet einen Hydrolayer (eine spezielle gelartige Wasserschicht) auf der inneren Membranoberfläche, die die Proteinadsorption während der Blutwäsche reduziert. Hierdurch soll eine geringere Immunreaktion bei gleichzeitig hoher selektiver Durchlässigkeit (Permeabilität) für die Entfernung von Giftstoffen und überschüssigem Wasser erreicht werden.

Der FX CorAL ist der neueste Dialysator in der FX-Reihe der Fresnius-Tochter Die Dialysatoren der Serie bestehen aus synthetischem Polysulfon (PSU), einem speziellen Kunststoff, der sich durch eine besonders gute Reinigungsleistung und Blutverträglichkeit auszeichnet. Die spezielle Struktur der Fasern soll sicherstellen, dass das Dialysat jede Faser gleichmäßig umspült, was die Clearance verbessert.

Ein seitlicher Bluteingangsanschluss verhindert, dass der Blutschlauch während der Anwendung knickt. Dies ermöglicht einen homogenen Blutfluss und macht die Behandlung sicherer. Zudem werden alle Dialysatoren der FX-Reihe dampfsterilisiert und sind durch ihr leichtes Material umweltfreundlich. Nach Erhalt des CE-Zeichens wurde der FX CorAL in den unternehmenseigenen NephroCare-Kliniken eingeführt und dort bis heute bereits bei mehr als 3 Millionen Behandlungen eingesetzt.

Künstliche Niere aus PSU

Bei der Hämodialyse übernimmt der Dialysator als künstliche Niere wichtige Funktionen des natürlichen Organs: In einem etwa 30 Zentimeter langen Kunststoffrohr fließt das Blut des Patienten oder der Patientin durch bis zu 20.000 haarfeine Polysulfon-Röhrchen, sogenannte Kapillaren.

Über Poren in diesen Kapillaren werden Stoffwechselgifte sowie überschüssiges Wasser aus dem Blut gefiltert und anschließend von einer Spülflüssigkeit, dem Dialysat, abtransportiert. Blutzellen und wichtige Proteine verbleiben dagegen im Blut. Diese Behandlung erfolgt in der Regel drei Mal pro Woche und dauert drei bis sechs Stunden.


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