Start-up des Monats

Kollege Roboter wird massentauglich

17. Juni 2020, 11:54 Uhr   |  Agile Robots

Kollege Roboter wird massentauglich
© Agile Robots

Dr. Zhaopeng Chen, Gründer

Junge Gründer, große Ideen – Start-ups trauen sich das, wovor große Unternehmen oft Angst haben. Wir möchten einige dieser Köpfe und ihre Ideen genauer vorstellen. Dieses Mal: Agile Robots.

Wie lautet euer Elevator Pitch?

Unsere Mission ist es, die Lücke zwischen Künstlicher Intelligenz und Robotik zu schließen, indem wir Systeme entwickeln, die modernste Kraft-Momenten-Sensorik und weltweit führende Bildverarbeitungstechnik vereinen. Diese Kombination von Technologien ermöglicht es uns, intelligente, benutzerfreundliche und erschwingliche Roboterlösungen aus einer Hand anzubieten, die eine sichere Mensch-Roboter-Interaktion ermöglichen. Gerade die Medizinrobotik ist da ein sehr interessantes Feld, auf dem wir in Zukunft den Markt mithilfe von roboter-gestützten Operationssystemen und Assistenzrobotern revolutionieren wollen.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen?

Das Kernteam von Agile Robots stammt vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Die Forschung, die dort betrieben wird, wollten wir der breiten Öffentlichkeit Produkt zugänglich machen und zur Serienreife vorantreiben. Das Ziel ist, die Ergebnisse aus der Spitzenforschung für vielfältige Anwendungen und Anwender nutzbar zu machen.

Peter Meusel, Gründer
© Agile Robots

Peter Meusel, Gründer

Was war euer größter Erfolg?

In unserer kürzlich abgeschlossenen Finanzierungsrunde der A-Serie konnten wir unter anderem C Ventures als Investor gewinnen können und haben Gelder in mittlerer zweistelliger Millionenhöhe erhalten. Diesen Invest können wir nun wiederum in die Entwicklung unserer Roboter und den Ausbau unseres internationalen Teams stecken.

Und der größte Rückschlag?

Zum Glück sind wir bisher von größeren Rückschlägen verschont geblieben. Auch in schwierigen Zeiten wie diesen, konnten wir den Betrieb sehr gut aufrechterhalten und blicken auch weiterhin optimistisch in die Zukunft.

Wo seht ihr euch in fünf Jahren?

In fünf Jahren möchten wir Marktführer in den Bereichen der Service-, Medizin und Industrierobotik sein und mit unseren Robotern die Arbeitswelt nachhaltig verändern. Unsere Produkte sollen gefährliche sowie monotone Arbeitsschritte erleichtern und mit dem Menschen Hand-in-Hand zusammen arbeiten.

Wie sieht die Medizin der Zukunft aus?

Vor allem im Bereich der Medizinrobotik steckt großes Potential. Minimalinvasive Eingriffe können mithilfe von speziellen OP-Robotern präzise durchgeführt werden. Durch das drastisch verkleinerte OP-Feld wird die Wundheilung unterstützt und das gesamte Risiko von vielen Operationen gesenkt. Gerade jetzt, da Infektionsschutz eine immer größere Rolle spielt, stellen OP-Roboter, die teleoperiert werden, eine sichere Methode dar, um sowohl medizinisches Personal als auch die Patienten zu schützen. Auch in der Pflegerobotik können mobile Plattformen eingesetzt werden, um älteren Patienten Essen  und Medikamente zu liefern, ohne einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt zu werden.

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