Künstliche Beatmung

Notfallbeatmungsgerät Fitbit Flow

16. Juni 2020, 09:30 Uhr   |  Fitbit

Notfallbeatmungsgerät Fitbit Flow
© Fitbit

Notfallbeatmungsgerät Fitbit Flow

Fitbit Flow wurde von der FDA zur Verwendung im Notfall genehmigt

Die Fitbit Inc., San Francisco (USA) gab kürzlich bekannt, dass es mit Fitbit Flow ein kostengünstiges und laut eigener Aussage einfach zu bedienendes Notfallbeatmungsgerät entwickelt hat, das von der US-amerikanischen Behörde für Lebens- und Arzneimittel (Food & Drug Administration, FDA) zur Verwendung im Notfall (Emergency Use Authorization, EUA) genehmigt wurde. Es soll während des COVID-19-Gesundheitsnotstands zum Einsatz kommen.

Bei dem Gerät handelt es sich um einen automatischen Beatmungsbeutel, der von der MIT E-Vent Design Toolbox inspiriert ist und auf den Spezifikationen für schnell herstellbare Beatmungssysteme (Rapidly Manufactured Ventilator Systems, RMVS) basiert. In der Entwicklungs- und Testphase beriet sich das US-amerikanische Unternehmen mit Notfallmedizinern der Oregon Health & Science University, die COVID-19-Patienten im OHSU Hospital und arbeitete mit der Arbeitsgruppe des MassGeneralBrigham Center for COVID Innovation am Produktdesign, um die Bedürfnisse der Ärzte zu erfüllen. 

Fitbit Flow baut auf Standard-Beatmungsbeuteln auf, wie sie von Sanitätern verwendet werden, und kombiniert sie mit Instrumenten, Sensoren und Alarmen, die automatisierte Kompressionen und die medizinische Überwachung des Patienten ermöglichen. Das Gerät soll dazu beitragen, die Belastung des Fachpersonals zu verringern, das für den Betrieb eines kommerziellen Beatmungsgeräts benötigt wird. 

In den USA herrscht nach wie vor Mangel

Laut New England Journal of Medicine „melden US-Krankenhäuser bereits jetzt einen Mangel an wichtiger Ausrüstung, die für die Versorgung kritischer Patienten benötigt wird, einschließlich Beatmungsgeräten und persönlicher Schutzausrüstung (PSA) für medizinisches Personal. Aktuelle Schätzungen zur Anzahl der Beatmungsgeräte in den USA reichen von 60.000 bis 160.000. 

Der Hersteller möchte seine Infrastruktur und Fertigungskapazitäten des Unternehmens, das derzeit Millionen Fitbit-Geräte pro Jahr produziert, nutzen, um schnell große Mengen dieser Notfallgeräte herzustellen. Ziel sei es, diese Geräte an Gesundheitssysteme auf der ganzen Welt zu liefern, die nicht über eine ausreichende Anzahl herkömmlicher kommerzieller Beatmungsgeräte verfügen. Fitbit Flow soll nur verwendet werden, wenn kein herkömmliches kommerzielles Beatmungsgerät verfügbar ist. (me)

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