Hightech gegen Viren

Siemens und Aucma entwickeln Desinfektionsroboter

06. April 2020, 07:00 Uhr   |  Siemens

Siemens und Aucma entwickeln Desinfektionsroboter
© Siemens

Der Roboter kann laut Hersteller kann pro Stunde eine Fläche von 20.000 bis 36.000 Quadratmeter desinfizieren.

Roboter reinigt innerhalb einer Stunde eine Fläche von bis zu 36.000 Quadratmeter

Gerade seit dem Corona-Ausbruch besteht in vielen Krankenhäusern dringender Bedarf an Desinfektionsrobotern, die anstelle des Personals die Desinfektion von Bereichen mit hohem Infektionsrisiko übernehmen. Siemens und Aucma haben in nur einer Woche einen Desinfektionsroboter entwickelt, der schon bald im Kampf gegen den Corona Virus und andere Viren in Krankenhäusern zum Einsatz kommen soll. Der elektrische Roboter reinigt laut Hersteller innerhalb einer Stunde eine Fläche von bis zu 36.000 Quadratmeter und überwindet dabei Hindernisse und Höhenunterschiede.

Rein elektrische Lösung

Die meisten Desinfektions-Roboter kombinieren eine benzinbetriebene Vernebelungspistole und ein elektrisches Fahrwerk. Das Auftanken der Roboter vor Ort ist jedoch schwierig und führt zu Verunreinigungen. Das Team entschied sich daher dafür, einen rein elektrischen Desinfektions-Roboters zu entwickeln, der die Anforderungen in Krankenhäusern bestmöglich erfüllt. Zu den größten Herausforderungen für die Entwickler gehörten ein möglichst hohes Maß an Sterilisationswirkung bei geringstmöglichem Einsatz von Desinfektionsmitteln und die 360 Grad-Abdeckung selbst in engen Räumen.

Virenausbreitung verhindern

Der mit einer Lithiumbatterie betriebener Roboter mit zwei Vernebelungspistolen kann pro Stunde eine Fläche von 20.000 bis 36.000 Quadratmeter desinfizieren. Eine 360-Grad Kameraplattform auf der Oberseite überträgt Bilddaten und Informationen in Echtzeit. In Verbindung mit einem Bilderkennungs-Algorithmus kann der User die betroffenen Bereiche per Fernbedienung ansteuern. So lässt sich die Ausbreitung von Infektionskrankheiten mit geringen Kosten verhindern. Damit der Roboter auch auf unterschiedlichen Oberflächen problemlos eingesetzt werden und Hindernisse, Steigungen und Neigungen besser überwinden kann, entschied sich das Team statt für Räder für ein Raupenfahrwerk.(me)

Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenAuf Linkedin teilenVia Mail teilen

Verwandte Artikel

Siemens AG Nürnberg