Neue eHealth-Plattform

Damit Patientendaten sicher sind

5. August 2022, 11:17 Uhr | Ute Häußler
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© Trustner

Neue Smart-Service-Plattform vernetzt Patienten, Ärzte, Krankenhäuser und Krankenkassen mit barrierefreier Anbindung an KIS, medizinische Geräte (IoT) und Gesundheitsakten.

E-Rezept, elektronische Patientenakte (ePA) und elektronische Datenerhebung (EDC): Die Digitalisierung ist längst im Gesundheitswesen angekommen. Dies spiegelt sich auch in der rasanten Verbreitung von Gesundheitsapps und Telemedizin wider. Der Prozess erlebt jedoch auch regelmäßig Rückschläge. So stellt etwa der Datenschutz eine Hürde für die Digitalisierung der besonders sensiblen Gesundheitsdaten dar, aber auch eine fehlende digitale Infrastruktur macht das Projekt E-Health bislang kaum im großen Stil möglich.

Als Antwort auf diese Gegebenheiten hat der Softwaredienstleister Trustner seine Smart-Service-Plattform komplett überarbeitet und für die aktuellsten Ansprüche und DSGVO-Richtlinien optimiert. Sie ermöglicht die komfortable und datenschutzkonforme Kommunikation zwischen allen Akteuren des Gesundheitswesens – von Krankenkassen über Krankenhäuser und niedergelassene Ärzte bis hin zum einzelnen Patienten – und lässt sich an bestehende klinische Systeme sowie Rechenzentren anbinden.

»An digitale Dienste werden im Gesundheitswesen höhere Anforderungen gestellt als in den meisten anderen Bereichen«, erklärt Simon Landwehr, Leitung Entwicklung bei Trustner. »Es stehen etwa eine einwandfreie Datenschutzkonformität und starke Verschlüsselungstechnologien im Vordergrund. Zugleich müssen entsprechende Kommunikationsplattformen aber auch barrierefrei zugänglich und einfach zu bedienen sein.«

Was muss eHealth können?

An der Gesundheitskommunikation sind einerseits unterschiedliche Akteure und Institutionen von medizinischer Seite beteiligt, darunter Kliniken, niedergelassene Ärzte und gesetzliche wie private Krankenkassen. Andererseits betrifft das Thema Healthcare auch jede einzelne Privatperson – unabhängig von Alter, Geschlecht, Bildungshintergrund und individuellen Einschränkungen. Ein E-Health-Service muss daher all diese Faktoren berücksichtigen, um die Kommunikation zwischen Institutionen, Ärzten, Pflegepersonal und Patienten für alle Seiten komfortabel und zukunftsfähig zu gestalten.

Sichere Arzt-Patienten-Kommunikation

Die neu überarbeitete Smart-Service-Plattform Trustner 2.0 für Windows, Mac OSX, iOS und Android wurde komplett in Deutschland entwickelt und wird auch hier gehostet, sodass höchste Datenschutzstandards garantiert werden. »Aufgrund der Praxiserfahrungen und Rückmeldungen der Uniklinik Tübingen wie weiterer Praxen konnten wir die Plattform grundlegend optimieren und noch spezifischer auf die Bedürfnisse der Arzt-Patienten-Kommunikation sowie des Austausches innerhalb des Fachpersonals zuschneiden,« so Landwehr

In Trustner 2.0 lässt sich die eigene Institution in einem Admin Dashboard verwalten. Neben generellen Konfigurationsmöglichkeiten können Mitarbeiter hier bestimmten Organisationen und Teams zugeordnet werden, was ihnen Zugriff auf entsprechende Kommunikationsräume und Vorlagen gewährt. Auch können authentifizierte Ärzte virtuelle Patientensprechzimmer erstellen. Der Patient behält dabei zu jedem Zeitpunkt die volle Kontrolle über seine Daten, da er etwa den Beitritt von weiterem Personal seitens der Organisation wie Pflegekräften stets individuell bestätigen muss. In dieser geschützten Chatumgebung können Textnachrichten, Fotos und Dokumente miteinander sehr einfach und vertrauensvoll geteilt werden, innerhalb wie auch außerhalt einer einzelnen Institution. Die Patienten sind dank des asynchronen Kommunikationstools seltener an Sprechstundentermine gebunden, was sowohl Zeit einspart, als auch die Notwendigkeit von aufwändigen Besuchen in der Praxis oder Klinik reduziert.

Datenschutzkonform und zukunftsorientiert

Zum Schutz der hochsensiblen Gesundheitsdaten sind alle Kommunikationsvorgänge mithilfe eines hybriden Verfahrens Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Der Trustner Identity Provider, der auch die Integration eigener Identity Provider seitens der Institution ermöglicht, sowie eine endgeräteabhängige Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) stellen sicher, dass nur zugelassene Personen Zugriff auf die virtuellen Räume erhalten. Dabei lässt sich Trustner 2.0 dank der Microservice-Infrastruktur einfach an bestehende Krankenhausinformations- (KIS), SAP-Systeme, Rechenzentren oder auch IoT-Geräte anbinden. Eine offene API ermöglicht darüber hinaus die Entwicklung von zusätzlichen Diensten durch Dritte. (uh)

 

Über Trustner

Die Trustner GmbH entstand 2012 aus einem Geschäftszweig der Tübinger careon GmbH. 2018 erfolgte schließlich die Zusammenführung der beiden Unternehmen careon, dem Erfinder der elektronischen Gesundheitsakte, und Trustner, Entwickler von DMP-Programmen für Krankenkassen, unter der gemeinsamen Firmierung Trustner GmbH. Heute bietet der Softwareentwickler sichere Internetdienste für die Geschäftsbereiche Healthcare, Professional Services und Enterprise an. Damit will das Unternehmen Sicherheit im Internet für jeden verfügbar machen und insbesondere die Digitalisierung des Gesundheitswesens aktiv vorantreiben. trustner.com

 


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