Point-of-Care

ams entwickelt Corona-Antikörpertests

29. Juli 2020, 15:00 Uhr   |  ams

ams entwickelt Corona-Antikörpertests
© Pixabay

Kürzlich abgeschlossene Testreihen erbrachten Machbarkeitsnachweis

Sensorenhersteller schließt Partnerschaft mit Senova und Jabil Healthcare

ams steigt in das Geschäft mit Antikörpertests ein und holt sich dafür Partnerunternehmen ins Boot. Gemeinsam mit Senova, einem Hersteller von medizintechnischen Produkten zur in-vitro Diagnostik mit Sitz in Deutschland, soll die Technologie für einen dezentralen »Point-of-care«-Antikörpertest entwickelt werden.

Die Basis dafür bildet die Spektralsensortechnologie des steirische Chip- und Sensorenhersteller. Erste Tests, bei denen die Auslesetechnologie von ams in Kombination mit den Senova-Kits (IgG/M Covid-19-Testassay) getestet wurden, seien erfolgreich gewesen.

Das Gerät, das die Lateral-Flow-Technologie mit einem Spektralsensor verbindet, ermögliche eine genaue, kostengünstige und quantitative Auswertung und liefert ein objektives Testergebnis, das keine Interpretation durch den Benutzer erfordert. Im Gegensatz zur etablierten PCR-Methode kann das Testkit kostengünstig in Arztpraxen und anderen dezentralen Diagnostiksituationen  eingesetzt werden.

Alle guten Dinge sind drei

Um Massenproduktionsvolumen in einem verkürzten Zeitraum erreichen zu können, geht ams zudem eine Partnerschaft mit Jabil Healthcare ein, um die eigene Sensortechnologie in ein hochvolumiges Turnkey-Komplettmodul mit Bluetooth-Verbindung zu integrieren. In Verbindung mit einer Smartphone-App oder einem Cloud-Upload ermöglicht das Gerät, Spektralrohdaten zum Auslesen an ein lokales verbundenes Gerät (zum Beispiel ein Smartphone) zu senden. Diese Daten können zur Auswertung weiter in eine Cloud übertragen werden. Das Ergebnis wird dann an das lokale Bluetooth-Gerät zurückgemeldet und die Ergebnisse von Massentests können, falls vom Benutzer gewünscht, Teil eines nationalen oder internationalen Überwachungssystems werden. Der Schutz sensibler Benutzerdaten werde durch entsprechende Maßnahmen wie Datenverschlüsselung und Datenschutzbestimmungen gewährleistet.

Die drei Partner wollen bis September 2020 die Produktion eines CE-zertifizierten Einweg-Testkits für den professionellen Einsatz aufnehmen. In einem ersten Schtritt steht jedoch die Entwicklung eines für die private Nutzung zertifizierten Geräts im Mitelpunkt. (me)

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