Meinung

Chinas KI-Ziel: Ihr Kinderlein kommet

13. Februar 2019, 12:00 Uhr | Melanie Ehrhardt
Melanie Ehrhardt, Redakteurin medical design
Melanie Ehrhardt, Redakteurin Medizin+elektronik
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Im Sommer 2017 hatte Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping angekündigt, das Land zur KI-Supermacht aufbauen zu wollen. Seitdem läuft der technische Fortschritt auf Hochtouren - dabei müssen auch schon die kleinsten ran.

Liebe Leser,

im Sommer 2017 hatte Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping angekündigt, das Land zur KI-Supermacht aufbauen zu wollen. Seitdem läuft der technische Fortschritt auf Hochtouren – in allen Bereichen des täglichen Lebens. Schulen etwa versuchen, sich mit dem Einsatz Künstlicher Intelligenz neu zu erfinden.  In der Oberschule Nummer elf in Hangzhou beispielsweise erfolgt die Essensausgabe per Gesichtserkennung.

Das mag erstmal harmlos klingen. Aber in China gehen sie ja bekanntermaßen auch gerne einen Schritt weiter. Die Ermittlungsbehörden von Schanghai etwa nutzen KI-Systeme, um Verdächtige oder Kriminelle zu registrieren und zu suchen. Und auch im Krankenhaus sind die »smarten« Algorithmen längst angekommen. Freilich auch in Europa oder in den USA wird eifrig daran geforscht, mit KI Krankheiten zu diagnostizieren oder die Heilungschancen zu verbessern. Aber wohl kaum einer käme derzeit auf die Idee, entsprechende Tests auf der Kinderstation durchzuführen – ganz anders in China. 

Melanie Ehrhardt

P.S.: Pünktlich zum morgigen Valentinstag haben wir noch eine Geschichte, die im wahrsten Sinne des Wortes ans Herz geht: Heute vor 50 Jahren wurde in München die bundesweit erste Herztransplantation durchgeführt.

 


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