Kuka Innovation Award 2019

Robotergestützte Endoskopie setzt sich durch

20. November 2019, 13:16 Uhr   |  Kuka

Robotergestützte Endoskopie setzt sich durch
© Kuka

So sehen Sieger aus: Das Team von »Roboforce« konnte sich in diesem Jahr beim Kuka Innovation Award durchsetzen.

News | Die Gewinner des Kuka Innovation Award 2019 stehen fest: Ein Forscherteam der Universitäten Leeds, Vanderbilt und Turin überzeugte die Jury mit ihrem Konzept für eine robotergestützte, magnetische Endoskopie für die schmerzfreie Darmkrebsvorsorge.

Robotik-Talente aus aller Welt hatten sich zuvor mit ihren Ideen rund um das Thema »Healthy Living« beworben. Eine internationale Jury wählte die fünf besten Konzepte aus. »Es war ein spannender Wettbewerb mit exzellenten Projekten. Am Ende hat sich die Jury für ein Konzept entschieden, das Patienten besonders große Vorteile bietet und sogar Leben retten kann. Wir sehen in dieser innovativen Idee großes Potenzia«“, sagte Dr. Rainer Bischoff, Leiter der Kuka Konzernforschung bei der Preisverleihung auf der Medica in Düsseldorf. Der Innovationspreis ist mit 20.000 Euro dotiert.

Schmerzfreie Darmkrebsvorsorge mit Roboter-Assistenz

Koloskopie ist weit verbreitet, um Darmkrebs im Frühstadium zu erkennen. Das Verfahren bietet große Vorteile, birgt mit der aktuellen Technologie aber auch Nachteile wie Perforationsgefahr, Schmerzen und hohe Kosten. Das Team Roboforce, bestehend aus Forschern der Universitäten Leeds, Vanderbilt und Turin, entwickelte als Alternative eine Roboterplattform mit Magnetkapsel, die dank der magnetischen Kopplung mit einem an einem LBR Med montiertem externen Magneten durch den Darm navigiert.

Über den Kuka Innovation Award

2014 rief das Unternehmen den jährlichen Wettbewerb ins Leben, um Innovation zu fördern. In diesem Jahr ging auf neues Terrain: Die Bewerber waren aufgerufen, ein innovatives Konzept mit Kuka-Hardware für die Anwendung in Krankenhäusern und Reha-Zentren zu entwickeln.

Um ihre Ideen in die Wirklichkeit umzusetzen, stellt Kuka den ausgewählten Finalisten einen Leichtbauroboter und einen 3D-Vision-Sensor von Roboception kostenlos zur Verfügung. In diesem Jahr bestand erstmals die Möglichkeit, den LBR Med, die Medizin-Variante des sensitiven Leichtbauroboters LBR iiwa, für das Finale zu nutzen. Der LBR Med ist die erste robotische Komponente, die zur Integration in Medizinprodukte weltweit zertifiziert ist. Ergänzend erhalten die Finalisten ein kostenloses Training für die Hardware sowie ein Coaching durch Experten während des gesamten Wettbewerbs.

Auch der kommende Innovation Award beschäftigt sich mit dem Thema Medizinrobotik. Forscherteams aus aller Welt können sich jetzt für den Kuka Innovation Award 2020 bewerben.

(me)

Schlagworte:Kuka Innovation Award 2019, Medica, Robotik, Darmkrebsvorsorge, Endoskopie

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