Anwenderbericht Lohmann

Gut geklebt ist halb gewonnen

18. April 2019, 12:46 Uhr | Lohmann/SteadySense
Die erste Anwendung für das Sensorpatch fokussiert auf der Ermittlung der Ovulation.
Die erste Anwendung für das Sensorpatch fokussiert auf der Ermittlung der Ovulation.
© SteadySense

Anfang des Jahres stellte das Start-up SteadySense sein Produkt FemSense vor: Der erste Near-Field-Communication (NFC)-fähige Sensorpatch für Frauen mit Kinderwunsch. Lohmann hat das Produkt für den Kunden maßgeschneidert und erstmals einen skalierbaren Fertigungsprozess entwickelt.

»Die erste Aufgabe bei der Entwicklung von FemSense bestand darin, die richtigen Klebstoffe und Materialien für eine Pflasterapplikation auszuwählen, die hautfreundlich sowie optisch und haptisch ansprechend sind«, erläutert Dr. Michael Schwarzott, Leiter der Anwendungstechnik bei Lohmann Österreich. Im Patch kommt eine Auswahl zertifizierter Klebebänder zum Einsatz, die biokompatibel und für die Verweildauer des Patches auf der Haut geeignet sind.

»In diesem Fall haben wir einen Fertigungsprozess für ein Start-up-Produkt mit unbekannter Marktgröße designed, kleine, mittlere und große Stückzahlen lassen sich so realisieren, ohne die gesamte Produktkonstruktion komplett zu überarbeiten«, so Fertigungsleiter Roland Schmid. Das halte für den Kunden die Investitionskosten gering. »Mit unserem Smart-Bonding-Ansatz sind wir in der Lage, für den Kunden die passende Lösung zu entwickeln.« Angefangen von der richtigen Klebetechnik (Applikation) über die passende Produktauswahl, die Prozessintegration (Tools) bis zur nachhaltigen Verbesserung des Produkts (Services).

Mit diesen 4 Prozessschritten hat das Unternehmen nach knapp neun Monaten Entwicklungszeit einen skalierbaren Fertigungsprozess erstellt. »Wir haben von Anfang an auf ein flexibles Design aller Komponenten geachtet, sodass jederzeit ein Scale-up von manueller zu semi-automatischer und voll-automatischer Fertigung möglich ist«, sagt Markus Koch, Geschäftsführer Lohmann Österreich.

Smartes Patch hilft bei Kinderwunsch
Ein wesentlicher Nachteil von nichtinvasiven punktuellen Temperaturmessungen ist, dass plötzliche Temperaturanstiege, die zum Beispiel auf eine Infektion nach einer Operation hinweisen, nicht aufgezeichnet werden. Die lückenlose Temperaturüberprüfung über bis zu sieben Tage mit FemSense eignet sich dagegen sehr gut, um beispielsweise die fruchtbaren Tage bei Kinderwunsch zu ermitteln oder für das Patienten-Monitoring in Kliniken. mehr

 

(me)


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