Dritte Dimension für Zellkulturen

Nanoscribe präsentiert neues Druckmaterial IP-Visio

29. Januar 2020, 10:21 Uhr   |  Nanoscribe

Nanoscribe präsentiert neues Druckmaterial IP-Visio
© Nanoscribe

3D-Mikrostruktur aus dem neuen Druckmaterial IP-Visio

Produkt | Das Material ist nicht cytotoxisch, außerordentlich wenig fluoreszierend und konzipiert für die Fertigung biokompatibler Mikrostrukturen. Das Druckmaterial IP-Visio wird in San Francisco auf den Konferenzen SPIE BiOS sowie Photonics West vorgestellt.

2D-Zellkultursysteme sind seit Jahrzehnten ein Standard für viele Anwendungen, die von der Stammzellforschung über das Wirkstoff-Screening bis hin zur regenerativen Medizin reichen. Jedoch interagieren Zellen mit benachbarten Zellen, der extrazellulären Matrix und umgebenden Molekülen in 3D. Für solche Anwendungen hat Nanoscribe sein neues Druckmaterial IP-Visio entwickelt.

Biokompatibilität und niedrige Autofluoreszenz

Das Druckmaterial ist gemäß ISO 10993-5 nicht zytotoxisch. Dadurch eignet es sich für zellfreundliche 3D-Gerüste. Mit diesem Material können hochpräzise Mikrostrukturen hergestellt werden, um realistische und hochpräzise Zellumgebungen nachzuahmen. Eine beispielhafte Anwendung sind mehrzellige Gerüststrukturen, die als dreidimensionales Stützmaterial zur Aussaat und Untersuchung von Zellen dienen.

Darüber hinaus zeigt IP-Visio eine sehr geringe Autofluoreszenz. Diese Eigenschaft ermöglicht eine klare Sicht durch die gedruckten Strukturen. Wissenschaftler können zelluläre Proteine und Prozesse mit Methoden der Fluoreszenzmikroskopie analysieren, ohne Beeinträchtigungen der gedruckten Zellgerüste.

Neue Life Science Anwendungen

Die 3D-Drucktechnologie von Nanoscribe bietet verschiedene Möglichkeiten zur Herstellung von 3D-Mikroumgebungen, die den im menschlichen Körper bekannten natürlichen Lebensbedingungen von Zellen ähneln. Die Technologie ermöglicht die direkte Herstellung komplizierter 3D-Mikrostrukturen mit hervorragender Formgenauigkeit, was zu Pionierarbeiten bei 3D-Zellgerüsten führt. Forschungsergebnisse wurden zum Beispiel über das retinale Tissue Engineering, die Krebsforschung und das erste 3D-gedruckte Blut-Hirn-Schranken-Modell für das Arzneimittel-Screening veröffentlicht.

Auf der SPIE BiOS (Stand 8256) und Photonics West (Halle E, Stand 3254) präsentiert Nanoscribe das neue Material mit 3D-gedruckten Mikrostrukturen.

(me)

Schlagworte: Tissue Engineering, 3D-Druck, Druckmaterial IP-Visio, Nanoscribe

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