Messtechnik/Sensorik

ams liefert Sensoren für Corona-Schnelltest von Eldim

16. November 2020, 08:49 Uhr   |  ams

ams liefert Sensoren für Corona-Schnelltest von Eldim
© ams

Die Point-of-Care-Testlösung eignet sich auch für den Einsatz außerhalb des Gesundheitsumfelds.

Testergebnisse in 40 Minuten verfügbar

Die ams AG, Premstaetten (Österreich), stellt Eldim, einem in Frankreich ansässigen Anbieter von optischer Messtechnik und damit verbundenem Soft- und Hardwaredesign, die Sensoren für die Entwicklung einer molekularbiologischen Point-of-Care-Testlösung für COVID-19 (SARS-CoV-2). Diese soll Ergebnisse innerhalb von 40 Minuten liefern. Ein eigens entwickeltes Sensorsystem, das auf dem Spektralsensor AS7341L von ams basiert, ermöglicht spektral aufgelöste Readouts von vervielfältigter RNA des Viruspartikels und stärkt so die Position von ams im Bereich qualitativ hochwertiger Health-Diagnostik für den professionellen Gebrauch.

Die optische Metrologie verwendet Licht zur Festlegung der Standards, die die Maßeinheiten definieren und für andere hochpräzise Forschungsarbeiten. Ein Team – darunter Loop Dee Science, ein Biotech-Startup, das sich auf Point-of-Care-Tests konzentriert; LRX Technologies, ein Unternehmen, das auf die Entwicklung miniaturisierter und angeschlossener fotonischer Sensoren spezialisiert ist sowie das Universitätskrankenhaus Caen Normandie (CHU Caen - Abteilung Virologie), das wissenschaftlichen Input und klinische Aufsicht leistet – arbeitet seit mehreren Monaten an dem Projekt. 

Miniaturisierung von PCR-Tests 

Der PCR-Test ist für einen Großteil der heute durchgeführten Gentests von grundlegender Bedeutung und ist derzeit der am häufigsten verwendete Test für COVID-19 (SARS-CoV-2). Die für die Nutzung und Interpretation der Daten erforderliche Ausrüstung und Expertise ist jedoch sehr spezifisch, kann teuer sein und ist nur in zentralisierten Labors zu finden. Im Gegensatz dazu nutzt die neue Art von Tests von ELDIM und den Partnern die isotherme Amplifikationstechnologie, um das Virus ohne sperrige Geräte nachzuweisen. Dies habe den Vorteil, dass die Patienten praktisch sofort und mit hoher Genauigkeit eine Rückmeldung über ihren Gesundheitszustand erhalten, wodurch die Verbreitung des Virus vermieden werden kann.

Zusammenarbeit mit Senova und Jabil Healthcare

Es ist nicht die erste Corona-Kooperation für ams. Bereits im Juli kündigten die Österreicher an, gemeinsam mit Senova und Jabil Healthcare einen Corona-Antikörpertest zu entwickeln. 

Das Gerät, das die Lateral-Flow-Technologie mit einem Spektralsensor verbindet, ermögliche eine genaue, kostengünstige und quantitative Auswertung und liefert ein objektives Testergebnis, das keine Interpretation durch den Benutzer erfordert. Im Gegensatz zur PCR-Methode kann das Testkit kostengünstig in Arztpraxen und anderen dezentralen Diagnostiksituationen  eingesetzt werden. (me)

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