Digital Health

Telemonitoring von Herzinsuffizienz-Patienten

Röntgenaufnahme von einem implantierten Herzschrittmacher.
Röntgenaufnahme von einem implantierten Herzschrittmacher (Smybolbild)
© Ling Stock | Shutterstock

Biotronik und Getmed stellen neue Versorgungsmanagement-Plattform vor

Schwerpunktthema Kardiologie digital

Auf dem Digital Heart Summit 2021 in Berlin präsentierten Biotronik und Getmed ihre neue digitale Versorgungsmanagement-Plattform inCareNet HF, die speziell für das Telemonitoring von Patientinnen und Patienten mit Herzinsuffizienz konzipiert ist. Berücksichtigt wurden bei der Entwicklung die Anforderungen, die der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) in der Richtlinie Methoden vertragsärztliche Versorgung: Telemonitoring bei Herzinsuffizienz im Dezember 2020 veröffentlicht hat.

Die digitale Versorgungsmanagement-Plattform soll es medizinischen Einrichtungen, die das Telemonitoring von Patientinnen und Patienten mit Herzinsuffizienz nach den Anforderungen des G-BA-Beschlusses umsetzen wollen, ermöglichen, effizient in regionalen Versorgungsnetzwerken zusammenzuarbeiten. Die Plattform ermöglicht es, sowohl Telemonitoring-Daten von externen Sensoren als auch von kardialen Implantaten übersichtlich im Blick zu behalten.

Zusätzlich kann in inCareNet HF die individuelle Medikation über den bundeseinheitlichen Medikationsplan zur Verfügung gestellt werden. Entscheidendes Merkmal sei die Möglichkeit für primär behandelnde Ärztinnen und Ärzte und das Telemonitoring-Zentrum, Patientinnen und Patienten standortübergreifend durch moderne Web-Technologie und basierend auf klaren Rollen und Prozessen effizient betreuen zu können.

Klinische Nutzen bestätigt

»Der klinische Nutzen des Telemonitorings bei Patienten mit Herzinsuffizienz ist insbesondere durch die In-Time-Studie bestätigt«. sagt Roberto Belke, Geschäftsführer Vertrieb Deutschland bei Biotronik.  Sie habe gezeigt, dass durch den Einsatz von Home Monitoring die Mortalität von Herzinsuffizienzpatienten um mehr als 60 Prozent reduziert werden kann.

»Durch die Kooperation mit Getmed können wir auf der Versorgungsmanagement-Plattform nicht nur Implantat-Daten einbinden, sondern auch telemedizinisch übermittelte Informationen externer Geräte hierin bündeln und regionalen Versorgungsnetzwerken ein digitales Werkzeug für ein ganzheitliches Herzinsuffizienzmanagement an die Hand geben.« (me)


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