Start-up des Monats

Mit Virtual Reality gegen Angststörungen

14. April 2020, 12:00 Uhr   |  medical design

Mit Virtual Reality gegen Angststörungen
© Sympatient

Gründerteam: v.l. Christian Angern, Julian Angern, Benedikt Reinke

Sympatient aus Hamburg bietet eine digitale Psychotherapie bei Angststörungen an

Wie lautet euer Elevator Pitch?

Sympatient bietet die erste digitale Psychotherapie gegen Angststörungen für zu Hause an: die Invirto Therapie. In Deutschland leiden jährlich mehr als 5 Millionen Patienten in Deutschland an einer Agoraphobie, sozialen Phobie oder Panikstörung. Der Großteil dieser Patienten wird aufgrund von Stigmatisierung und Versorgungsengpässen nicht versorgt. Wir helfen diesen Patienten mit dem medizinischen Behandlungsstandard, ihre Ängste zu überwinden und verbessern so das Gesundheitswesen. Das gelingt dank Virtual Reality und einer App. Dabei begleiten erfahrene Psychotherapeuten die Betroffenen stets während der Behandlung. 

Wie seid ihr auf die Idee gekommen?

Unser Psychologe und Ideengeber Julian hat während seiner Arbeit bei einer auf Angststörungen spezialisierten Klinik die Vorteile von Virtual Reality in der Angstbehandlung erfahren. Nach einer eigenen Pilotstudie zum Einsatz von Virtual Reality haben wir uns entschieden, Sympatient zu gründen, um mithilfe von digitaler Technologie die Versorgung der weitgehend vernachlässigten und unversorgten Gruppe der Angstpatienten zu verbessern. 

Fakten zum Start-up
© medical design

Fakten zum Start-up

Was war euer größter Erfolg?

Im Januar 2020 haben wir den Abschluss eines Vertrags zur besonderen Versorgung mit der Techniker Krankenkasse bekanntgegeben. Jetzt bieten wir als erstes Unternehmen weltweit eine digitale, leitliniengerechte Psychotherapie bei Angststörungen an – das macht uns stolz!

Und der größte Rückschlag?

Was uns viel Kopfzerbrechen bereitet hat war die Entwicklung unserer neuen Technologie-Plattform. Wir haben uns entschlossen, die Art und Weise wie wir digitale Therapie bereitstellen, komplett auf den Kopf zu stellen und eine neue Software-Architektur zu entwickeln. Das hat uns viel Arbeit und Nerven gekostet, wird uns aber langfristig ermöglichen, unser Ziel zu erreichen: Die bestmögliche digitale Therapie gegen Angststörungen anzubieten.

Wo seht ihr euch in fünf Jahren?

In fünf Jahren werden wir nachgewiesen haben, dass digital Therapie eine große Verbesserung für Patienten und Therapeuten bietet und an einigen Stellen sogar besser als traditionelle Therapie wirkt. Wir arbeiten dafür sehr eng mit Therapeuten und Ärzten zusammen, um unsere Produkte zu verbessern und im Gesundheitssystem zu integrieren.

Invirto wurde von Ärzten und Therapeutinnen entwickelt und ist ein CE-zertifiziertes Medizinprodukt.
© Sympatient

Invirto wurde von Ärzten und Therapeutinnen entwickelt und ist ein CE-zertifiziertes Medizinprodukt.

Wie sieht die Medizin der Zukunft aus?

Die Medizin der Zukunft erkennt noch besser als heute den Bedarf individueller Patienten und kann sehr zielgerichtete Interventionen anbieten. Digitale Technologie und in unserem Fall digitale Therapie wird dabei ein entscheidender Erfolgsfaktor sein. 

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