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Medizintechnik versus Corona

19. März 2021, 09:30 Uhr   |  Melanie Ehrhardt

Medizintechnik versus Corona
© Pixabay

Die Lungenkrankheit, die das Coronavirus auslösen kann, hat den Namen Covid-19 (Corona Virus Disease 2019) bekommen.

Aktuelle News und Hintergründe zu Corona aus der Medizintechnik

Aktualisiert: 07.05.2021, 11:16 Uhr

Seit dem 11. März 2020 betrachtet die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Corona-Krise als Pandemie. Bleiben Sie mit unserem Schwerpunkt »Medizintechnik versus Corona« über das Geschehen in der Medtech-Branche auf dem Laufenden.

Update: Die aktuellsten Corona-Meldungen

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Mit UV-C-Licht gegen Corona vorgehen

Seit Ausbruch der Corona-Pandemie hat diese Methode der Entkeimung mittels UV-C-Strahlung in der öffentlichen Diskussion an Aufmerksamkeit gewonnen. Gleichzeitig kamen Bedenken auf, denn unsachgemäß angewandt kann sich UV-Strahlung schädigend auf Menschen, Lebewesen und Materialien auswirken.

Um Risiken zu vermeiden und eine maximale Wirkung zu erreichen, rät der ZVEI zur fachkundigen Begleitung in der Planung und Installation der Geräte geraten. Welche verschiedenen Methoden der Reinigung mittels UV-C-Strahlung bestehen und wo die Vor- und Nachteile liegen, hat der ZVEI herstellerneutral in einem Positionspapier zusammengefasst. 

Etwas konkreter wird der VDE in seiner aktuellen Untersuchung Einsatztauglichkeit für Schulen, Altenheime, Hotels und Fitnessstudios. Wichtig hierbei ist, dass die Geräte die richtige Strahlendosis einsetzen. Nicht jedes Gerät ist dazu in der Lage. Als führendes Prüfhaus bietet das VDE Institut die Überprüfung der Entkeimungswirkung der Geräte und bietet Herstellern einen entsprechenden Service. 

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Corona-Impfstoff: Alles eine Frage der Kühlung

Nach fast einem Jahr Pandemie wissen wir: Ohne Impfstoff werden wir diese nicht besiegen. Daher blickt die ganze Welt derzeit nach Mainz. Biontech fing sehr früh an, an einem geeigneten Impfstoffkandidaten zu forschen; holte sich dafür den Pharmakonzern mit ins Boot. Die ersten Studien Anfang im November stimmten zuversichtlich

Mit der Zulassung der Impfstoffe rückte auch ein weiteres Thema in den Mittelpunkt: die Kühlung der Vakzine. Der von Biontech beispielsweise muss bei minus 70 Grad transportiert werden. Während für den Grippeimpfstoff bisher ein normaler Kühlschrank reichte, braucht es jetzt Super-Kühlgeräte für die Lagerung, Verteilung und den Transport. 

Und noch etwas wurde deutlich: Impfen ist Teamarbeit. Denn damit aus ein paar wenigen Zutaten ein hochwirksamer Schutz wird, benötigt es verschiedene Partner. Das gilt jedoch nicht nur für die Impfstoff-Produktion als solches. Denn auch außerhalb ihrer Produktionsstätten sind die Hersteller auf zuverlässige Partner angewiesen. Das betrifft sowohl die Verpackung als auch den Transport und die Lagerung. 

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Corona-Test: Schnell den Überblick verloren

Bereits zu Beginn der Pandemie stand vor allem der Corona-Nachweis im Fokus. Als einer der ersten präsentierte Bosch im März einen Covid-19-Schnelltest. Mittlerweile ist es etwas unübersichtlich auf dem Coronavirus-Test-Markt geworden. Denn neben den gängigen PCR-Tests kommen auch Antigen- und Antikörpertests zum Einsatz. Wie diese im Einzelnen funktionieren und ob sich manche sogar für den Eigengebrauch Zuhause eignen, haben die Kollegen vom Spiegel in einer Übersicht aufbereitet.

Die Siemens Healthineers erkannten ebenfalls schnell die Notwendigkeit geeigneter Testverfahren. Außer dem Wunsch zu helfen, dürften die Erlanger auch darauf hoffen, mithilfe der Antigentests das Coronajahr ohne größeren Schaden zu überstehen. Auch zahlreiche Zulieferer haben die Gunst der Stunde genutzt, um sich als zuverlässiger Partner für die Medizin- und Labortechnik zu präsentieren. So ist AT&S seit Oktober ausgewählter Serienlieferant für ein tragbares Testgerät. Und ams ist direkt an mehreren Projekten beteiligt. Wobei die Zusammenarbeit mit Senova wohl die erfolgreichste bisher ist. Deren Lateral Flow Test Kit ist bereits in die Produktion gegangen. 

Neben den Tests in profesionellen Zentren sind es vor allem Selbsttests, die für Normalität sorgen sollen. Aus Erlangen kommt dafür der Clinitest in der Selbsttestversion. Frisch mit CE-Zertfikat und für Laien ab 12 Jahren.

Neben der Zuverlässigkeit stand vor allem die Schnelligkeit der Testverfahren im Interesse. Musste der Patient anfangs noch einige Tage auf ein Ergebnis warten, erhält er dieses mittlerweile innerhalb weniger Minuten – direkt am Point-of-Care

Anfang März stieg auch Dräger in den Test-Markt ein, zumindest haben es die Lübecker vor. Bisher fehlt dem »Corona-Schnelltest für Jedermann« CE-Zulassung. Das sollte aber nur noch eine Frage der Zeit sein. Denn Stand heute (19. März 2021) bleiben Schnelltest eines der wichtigsten Hilfsmittel im Kampf gegen Corona und zurück zur »Normalität«.  

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Corona-Warn-App: Das unverstandene Sorgenkind

Ein weiteres wichtiges Instrument im Kampf gegen die Pandemie sollte die Corona-Warn-App sein. Diese ging im Juni an den Start und sollte eigentlich eine Vorzeige-App sein. Aber bereits im Juli musste aufgrund technischer Probleme nachjustiert werden. 

Das Fazit vieler Bürger: Bringt nichts, kaputt und unverständlich. Bereits im August hatte ein Großteil keine Lust mehr auf die App. Was aber auch an einigen Irrtümern bezüglich der Anwendung lag, wie die Kollegen von der Zeit schreiben.

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Beatmungsgeräte: Luftbrücke der Medizintechnik

Wie jede Krise hat auch die Corona-Pandemie Gewinner und Verlierer. Das wird auch in der Medizintechnik-Industrie mehr als deutlich. Denn während ein Großteil der Unternehmen mit den wirtschaftlichen Folgen zu kämpfen hat, konnten insbesondere die Hersteller von Beatmungsgeräten eine erhöhte Nachfrage verzeichnen, zum Beispiel Philips und Dräger. Diese dürften mit etwas mehr Zuversicht aus dem alten Jahr gehen. Das bildet jedoch nicht das Gesamtbild der Branche ab. Das wurde auch in der Branchenumfrage von der Markt & Technik deutlich.

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